China

Tibetantilopen bekommen zahlreichen Nachwuchs

Eine Tibet-Gazelle steht auf steinigem, trockenem Boden in einer offenen Landschaft.
© Getty Images
Hoch oben auf dem tibetischen Plateau beginnt für Tausende Tiere ein neues Leben. Der Zhuonai-See in der chinesischen Provinz Qinghai ist eines der wichtigsten Fortpflanzungsgebiete der Tibetantilope. Jedes Jahr kommen die trächtigen Weibchen in diese abgelegene Region, um ihre Jungen zur Welt zu bringen.
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Ende Mai traf dort die erste Gruppe von rund 70 trächtigen Tibetantilopen ein. Kurz darauf kamen die ersten Jungtiere zur Welt.

Der Zhuonai-See gilt als eine Art natürliche Geburtsstation für die Tiere. Doch die Bedingungen verändern sich – und damit auch das Verhalten der Antilopen.

"Durch die Veränderungen der Umwelt konzentrieren sich die zentralen Gebiete, in denen die Tibetantilopen ihre Jungen zur Welt bringen, immer stärker. Früher haben wir beobachtet, dass sie entlang der Flussufer und flussaufwärts des Sees ihre Jungen bekamen. Bei unseren Untersuchungen in diesem Jahr haben wir jedoch festgestellt, dass nur noch sehr wenige Tiere ihre Jungen am Seeufer zur Welt bringen. Die meisten konzentrieren sich inzwischen weiter oben am See", erklärt Chen Jiarui von der Universität Qinghai.

Trotz dieser Veränderungen beobachten die Forscher eine große Zahl von Tieren.

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"Außerdem haben wir bei unseren Untersuchungen festgestellt, dass die Population der Tibetantilopen ziemlich groß ist."

Und dann kommt der besondere Moment: Ein Jungtier wird geboren.

Was danach passiert, ist beeindruckend. Schon wenige Minuten nach der Geburt versucht das Kleine aufzustehen.

"Wir haben gesehen, dass es innerhalb weniger Minuten, sogar in weniger als zehn Minuten, aufstehen und herumlaufen konnte, um zu trinken. Die Mutter leckt das Neugeborene ununterbrochen ab. Sobald das Fell des Babys getrocknet ist, bietet es einen guten Wärmeschutz."

Für ein neugeborenes Tier in der extremen Landschaft des tibetischen Hochlands ist diese schnelle Entwicklung überlebenswichtig.

Der Zhuonai-See wird damit jedes Jahr für kurze Zeit zur Kinderstube einer der charakteristischsten Tierarten des tibetischen Hochlands.

Und für die frisch geborenen Kälber beginnt hier, zwischen Weite, Kälte und dünner Höhenluft, ihr Leben.

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