Abschied und Zukunftspläne
Gute und schlechte Neuigkeiten aus dem BÄRENWALD Arbesbach
Auf rund 24.000 Quadratmetern bietet der Bärenwald ein neues Zuhause für gerettete Bären aus artwidriger Haltung. Rund 35.000 Menschen besuchen die Anlage jedes Jahr.
Die Zukunft des Standorts wird jetzt gestaltet. Mit Unterstützung der "Ecoplus-Regionalförderung" wird das Bärenhaus um ein barrierefreies Dachgeschoss erweitert. Geplant sind zusätzliche Ausstellungsflächen, ein Multifunktionsraum für Bildungsangebote und eine Aussichtsterrasse. Auch die bestehende Ausstellung und der Eingangsbereich werden modernisiert.
Zuletzt veröffentlichte Arbesbach traurige Nachrichten. Der Bärenwald musste sich vor einigen Tagen von der 34-jährigen Braunbärin Brumca verabschieden. Die Spuren des Alters machten sich immer stärker bemerkbar. Die laufend angepasste tierärztliche Pflege konnte Brumcas Beschwerden lange Zeit erfolgreich lindern. Doch der Zustand verschlechterte sich zunehmend und die Bärin verweigerte ihre Medikamente. Das tierärztliche Team entschied sich letzten Endes, sie von den Schmerzen zu erlösen.
Brumca wurde 1998 gerettet und war eine ganz besondere Bärin. Ihr Schicksal hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Vier Pfoten damals den großen Schritt der Errichtung des Schutzzentrums wagte. Der Bärenwald äußert dazu: "Dank dir Brumca wurden 1998 die ersten drei Gehege im BÄRENWALD Arbesbach errichtet – der Grundstein für weitere 12 Schutzzentren weltweit. Mit dir, liebe Brumca geht eine Ära zu Ende." Die selbstbewusste und charakterstarke Bärin war bekannt für ihre ganz eigenen Futtervorlieben. Obst und Gemüse durfte keinesfalls in Stücke geschnitten werden und nur an von ihr ausgewählte Stellen gelegt werden. Sie hielt das Team durch und durch auf Trab, welches berichtet: "In Erinnerung wird uns auch bleiben, wie du gelegentlich dein Betreuungsteam auf die Probe gestellt hast. Wurdest du gebeten, ins Absperrgehege zu gehen, damit man im anderen Teil Futter verteilen und verstecken konnte, bist du genau vor dem Schieber sitzen geblieben um deutlich zu machen: "Ich entscheide, wann ich hinübergehe!" Und genau das hat dich so liebenswert gemacht."
Brumca hat viele Jahre hinweg das Leben im Bärenwald Arbesbach genossen. Auch wenn der Abschied traurig ist, zeigt die Zukunft, dass der Bärenwald weiter an seiner Anlage arbeitet und zukünftigen Bären, die Hilfe brauchen, ein neues zu Hause bieten wird.
Doch ein möglichst artgemäßes Leben bedeutet für die geretteten Bären mehr als nur ausreichend Platz und Futter. Die Tiere brauchen täglich Beschäftigung, um Langeweile und Stress abzubauen. Viele von ihnen bringen die Folgen jahrelanger schlechter Haltung und traumatische Erfahrungen aus ihrem früheren Leben mit. Wie kreativ Beschäftigung für die Bären aussehen kann, zeigte zuletzt ein Aufruf des BÄRENWALDS: Feuerwehrleute spendeten ausgemusterte alte Schläuche, mit denen die Tiere spielen und sich beschäftigen können. Für die Bären sind solche Materialien mehr als Spielzeug – sie bieten Abwechslung, fördern ihr natürliches Verhalten und helfen dabei, Stress abzubauen.
Auch du kannst die Bären in Arbesbach, Niederösterreich besuchen und damit die Arbeit von Vier Pfoten unterstützen.
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