Tierquälerei

U-Haft nach grausamer Tat an Katze

Graue Tabby-Katze liegt entspannt auf dem Rücken auf sonnigem Asphalt und genießt die Wärme.
© Getty Images
Nach dem gewaltsamen Tod einer Katze in Rechnitz sitzt der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft.
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Die Tierschutzorganisation Pfotenhilfe zeigt sich darüber positiv überrascht und sieht darin ein mögliches Signal für einen strengeren Umgang der Justiz mit Fällen von Tierquälerei.

Der Mann soll eine Katze mit einer Rohrzange erschlagen, ihr anschließend den Kopf abgetrennt und die Tat gefilmt haben. Die Staatsanwaltschaft hat daraufhin Untersuchungshaft verhängt.

Für Pfotenhilfe-Sprecher Jürgen Stadler ist dieser Schritt bemerkenswert. Seiner Einschätzung nach sei Untersuchungshaft bei Fällen von Tierquälerei bisher kaum verhängt worden – obwohl aus seiner Sicht sowohl Wiederholungs- als auch Verdunkelungsgefahr bestehen können.

Die Organisation fordert seit Jahren einen strengeren Umgang mit Tierquälerei. Als Beispiel nennt sie den Fall des getöteten Katers Schmotzer. Der Freispruch in diesem Fall wird von der Organisation weiterhin kritisiert.

Unsere Tiere – Das große oe24.TV-Tierschutzmagazin von Sonntag, 20.09.2026, hier in voller Länge sehen. Nächste Ausgabe Unsere Tiere: 27.09.2026, 18:30 Uhr.

Zusammenhang mit Gewalt an Menschen

Die Pfotenhilfe fordert außerdem, den Zusammenhang zwischen Gewalt gegen Tiere und Gewalt an Menschen stärker zu berücksichtigen. Als aktuelles Beispiel verweist die Organisation auf einen Fall in Marchtrenk. Dort soll ein Mann laut Aussage seiner Ex-Frau den gemeinsamen Familienhund massiv misshandelt haben.

Pfotenhilfe-Sprecher Stadler fordert deshalb unter anderem einen höheren Strafrahmen für Tierquälerei. Außerdem brauche es aus seiner Sicht verpflichtende Schulungen für Justizbehörden, damit Fälle von Gewalt gegen Tiere konsequenter verfolgt werden.

Auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Tierquälerei und anderen Formen von Gewalt verweist auch die Psychologin Birgit Stetina. In einem Vortrag an der Sigmund-Freud-Universität Wien im Jahr 2023 erklärte sie, wissenschaftliche Untersuchungen würden Zusammenhänge zwischen Tierquälerei, Kindesmisshandlung, häuslicher Gewalt und weiteren Gewaltformen feststellen.

Die Pfotenhilfe sieht deshalb Handlungsbedarf – sowohl bei der strafrechtlichen Verfolgung von Tierquälerei als auch bei der frühzeitigen Erkennung möglicher weiterer Gewalt in Familien.

Wer einen höheren Strafrahmen bei Tierquälerei unterstützen möchte, kann die Petition auf aufstehen.at unterschreiben.

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