Sikahirsche
Sikahirsche vor dem Aus: Halter wehren sich gegen EU-Verordnung
Dagegen wehren sich auch Margit und Ernst Hiesmayr aus Pfarrkirchen bei Bad Hall. Seit 2018 halten sie neun ausgewachsene und sechs junge Sikahirsche in einem rund 1,8 Hektar großen, eingezäunten Gehege.
Auch Anita und Andreas Pichler vom Klausnergut in Inzersdorf haben in ihre Sika-Haltung investiert. Nachdem sie den elterlichen Hof übernommen hatten, entschieden sie sich 2018 für eine biologische Bewirtschaftung und schließlich für Sikawild. Heute leben rund 60 Tiere auf einer 4,5 Hektar großen Fläche.
Die Halter bezweifeln, dass von ihren Tieren eine relevante Gefahr für heimisches Rotwild ausgeht. Ihre Sikahirsche seien in den Gehegen sicher eingezäunt und könnten nicht ausbrechen. Außerdem unterscheiden sich nach ihrer Einschätzung die Brunftzeiten der beiden Arten.
Kritisch ist dabei auch die Frage, welche Form von Tierhaltung durch die Verordnung verschwindet. Die betroffenen Sikahirsche leben in weitläufigen Gehegen und können sich dort weitgehend entsprechend ihren natürlichen Verhaltensweisen bewegen. Die EU-Regelung trifft damit genau jene Betriebe, deren Haltungsform aus Tierschutzsicht am wenigsten zu kritisieren ist – eine extensive Haltung mit deutlich mehr Platz und Bewegungsmöglichkeiten als viele andere gehaltene Tiere in der Landwirtschaft.
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