Neuer FH-Lehrgang

Neue Waffe gegen Cyberkriminelle

Hand tippt auf Laptop mit grünem Programmiercode auf schwarzem Bildschirm.
© ORF
Ein Cyberangriff verschlüsselt urplötzlich die gesamte Firmen-IT. Kein Zugriff mehr auf Kundendaten, keine E-Mails, kein Betrieb - binnen weniger Minuten steht ein Unternehmen still.
OE24 auf Google bevorzugen

enau das erlebte die Stadtgemeinde Tulln im Februar 2025, als ein Hackerangriff das Rathaus komplett lahmlegte und das Bürgerservice tagelang blockierte. Immer wieder trifft es in Niederösterreich Firmen oder öffentliche Einrichtungen - und jeder Betrieb könnte der Nächste sein.

Neue Experten in Ausbildung

"Die Entwicklungen im Cybercrime-Bereich sind sehr dynamisch. Die Strafverfolgungsbehörden haben massive Probleme, die richtigen Damen und Herren zu finden", betont Michael Fischer, Leiter der Fakultät Sicherheit an der FH Wiener Neustadt. Deshalb wurde dort der Lehrgang "Cyber Crime Investigation" ins Leben gerufen.

FH bildet Hacker-Jäger aus

Zwei Semester lang beschäftigen sich die Teilnehmer mit Systemschutz, Täterverhalten und digitaler Spurensicherung - abgestimmt mit der Polizei. Der Lehrgang richtet sich an Quereinsteiger ebenso wie an Finanzermittler, Cyber-Abwehr-Kräfte des Bundesheeres und Staatsanwälte. Simuliert werden dabei reale Hackerangriffe.

Hoffnung für betroffene Firmen

Nach Abschluss dürfen sich die Absolventen akademisch geprüfte Cybercrime-Experten nennen. Für Unternehmen bedeutet das: mehr Fachkräfte, die Angriffe aufklären - oder im besten Fall von vornherein verhindern.

Fazit: Der neue FH-Lehrgang schafft dringend benötigtes Know-how, das Unternehmen nach einem Hackerangriff nicht mehr allein lässt.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden