80 Igelbabys
Kleine Stachelritter im Igelkindergarten
Zart, hilflos und doch voller Lebenswille liegen sie in den Händen des Teams, das Tag und Nacht für sie da ist. Neu ist dabei eine besonders herzerwärmende Idee: eigene "Igelkindergärten", in denen die kleinen Stachelritter - obwohl sie eigentlich einsame Streuner sind - gemeinsam aufwachsen, spielen und voneinander lernen dürfen, ehe die Natur sie ruft.
Wärme, Milch und ganz viel Fürsorge
Die Allerkleinsten brauchen noch die intensivste Zuwendung: Rund um die Uhr werden sie mit Spezialmilch gefüttert und behutsam gewärmt - als wären es die eigenen Kinder. Die etwas größeren Jungigel in den Kindergärten dürfen bereits selbst fressen und genießen in diesem kurzen, kostbaren Lebensabschnitt noch die Gesellschaft ihrer Artgenossen. Sie toben, raufen liebevoll, üben ihr Sozialverhalten - ein letztes gemeinsames Kapitel, bevor sie ihr Leben als einsame Wanderer beginnen.
Kraft und Neugier trotz schwerem Start
"Es ist unglaublich berührend zu sehen, wie diese kleinen Wesen trotz ihres schweren Starts so viel Kraft und Neugier zeigen", sagt Denise Holubar, Leiterin der Wildtierstation, mit spürbarer Ergriffenheit. "In den Igelkindergärten können sie in geschützter Umgebung groß und stark werden - und genau das brauchen sie, bevor wir sie wieder in die Natur entlassen." Jeder einzelne Igel, jedes zarte Leben, ist für das Team ein kleines Wunder, das es zu bewahren gilt.
Der Weg zurück in die Freiheit
Sobald die Jungigel kräftig genug sind, beginnt für sie das größte Abenteuer ihres Lebens: die Rückkehr in die Freiheit. Tierschutz Austria sucht dafür laufend liebevolle, naturnahe Gärten. Wer einem kleinen Stachelritter eine zweite Chance schenken möchte, kann sich unter https://www.tierschutz-austria.at/gartenvignette/ eintragen und Teil von Österreichs längster Igelstraße werden - und damit Teil einer stacheligen Erfolgsgeschichte.
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Rekordjahr voller Schicksale
Noch nie mussten im Tierschutzhaus so viele Wildtiere versorgt werden wie derzeit. Allein im Juni waren es rund 1.000 hilfsbedürftige Tiere. "In den vergangenen zwei Monaten betreuen wir mehr Tiere, als vor fünf Jahren noch in einem ganzen Jahr", erzählt Martin Aschauer, Sprecher von Tierschutz Austria, spürbar bewegt von dieser stillen Flut an Schicksalen.
Fazit: Zwischen Spezialmilch und Igelkindergärten wächst in der Wildtierstation gerade das Kostbarste heran, das es gibt: eine zweite Chance auf Leben.
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