Petition gestartet

New Yorks Bürgermeister bei 9/11-Gedenken unerwünscht

Mehrere Menschen, darunter Zohran Mamdani, laufen in Anzügen und Westen auf einer Straße.
© EPA
Familien der Opfer des Terroranschlags vom 11. September 2001 fordern, dass New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani von der Gedenkfeier zum 25. Jahrestag am Ground Zero fernbleibt.
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Der Vorwurf gegen den sozialistischen Politiker lautet, er habe sich nicht klar genug vom islamistischen Terrorismus distanziert und Personen unterstützt, die die Anschläge verharmlosten. Giovanni Galante, dessen Ehefrau Grace Catherine Galante im Alter von 29 Jahren bei den Angriffen von al-Qaida getötet wurde, gehört zu den Initiatoren einer Petition gegen eine Teilnahme Mamdanis. Innerhalb kurzer Zeit sammelte die Initiative nach eigenen Angaben mehr als 1100 Unterschriften, darunter von mindestens 300 Angehörigen von 9/11-Opfern.

Kritik an Haltung und Verbindungen

"Dieser Tag ist für uns heilig", sagte Galante der "New York Post". Die Gedenkveranstaltung sei weder politisch noch eine Plattform für Menschen mit bestimmten Ansichten. Mamdanis Anwesenheit wäre "zutiefst verletzend und unangemessen – wie ein unerwünschter Gast bei einer sehr persönlichen Zeremonie". In der Petition wird kritisiert, Mamdani habe sich geweigert, den Slogan "Globalize the Intifada" eindeutig zu verurteilen. Gegner der Parole sehen darin einen Aufruf zu Gewalt gegen Juden. Außerdem wird auf frühere Kontakte Mamdanis zu Menschen verwiesen, die sie für extremistisch halten. Dazu zählt seine Verbindung zu Imam Siraj Wahhaj (76). Der umstrittene New Yorker Geistliche propagiert die Überlegenheit des Islam über die Demokratie und sieht in der US-Israel-Politik "die größte Bedrohung für Amerika".

Ein älterer Mann kniet nachdenklich am 9/11-Memorial und berührt einen Namen auf dem Denkmal.
Für viele Menschen ist der Gedenktag am 11.September heilig. Sie möchten in Ruhe trauern. © EPA

Reaktionen aus der internationalen Politik

Gegenwind kommt auch vom israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu (76). Er warf Mamdani vor, "Hass zu schüren". "Er soll der Bürgermeister von allen New Yorkern sein – Juden, Christen, Muslimen, allen", sagte Netanjahu im Sender Fox News. "Aber er versucht, eine Gruppe gegen die andere aufzubringen." Mamdani hatte Netanjahu einen Kriegsverbrecher genannt, der wegen des Gaza-Kriegs verhaftet werden sollte, wenn er zur Generaldebatte der UN-Vollversammlung nach New York komme. Die Organisatoren der Petition hoffen weiterhin auf ein Fernbleiben des Bürgermeisters.

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