Achtung Allergiker!

Pollen-Alarm: Beifuß und Ragweed im Anflug

Eine Frau sitzt im Gras und niest wegen Pollenallergie in ein Taschentuch.
© Getty Images/Image Source
Für Allergiker beginnt jetzt die wohl unangenehmste Zeit im Pollenjahr: Mit Beifuß und Ragweed startet die letzte große Belastungswelle der Wiener Saison.
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Allergiker aufgepasst! Nicht nur die nächste Hitzewelle steht vor der Tür, auch der Pollenflug setzt noch einmal an. Vor allem in Wien blüht der Beifuß jetzt verstärkt. Die Pflanze zählt nach Gräsern und Birke hierzulande zu den häufigsten Auslösern von Pollenallergien. Zusätzlich breiten sich in der Bundeshauptstadt auch spät blühende Beifuß-Arten aus, die den Pollenflug bis in den Herbst verlängern können. Experten beobachten die Entwicklung deshalb besonders genau.

Die lange Hitze- und Trockenperiode hat zwar dafür gesorgt, dass vielerorts weniger Pflanzen gewachsen sind. Entwarnung gibt es dennoch nicht. Denn unter Trockenstress können Pollen allergener werden und bei Betroffenen stärkere Beschwerden auslösen. Neben Beifuß stellt auch Ragweed ein Problem für den Gesundheitssektor dar, ebenso wie für die Landwirtschaft und auch für die Instandhalter von Infrastruktur.

Kombi besonders problematisch

Als besonders problematisch gestaltet sich das Zusammenspiel von Beifuß und Ragweed. "Zwischen Beifuß und Ragweed gibt es häufig eine Kreuzreaktion. Das Überschneiden der Blühphasen kann eine Herausforderung sein, ebenso wie eine Windkonstellation aus dem Südosten während der Blüte von Ragweed. Die Blüte von Ragweed beginnt im August im Osten Österreichs, und Betroffene sollten sich vorsichtshalber aufgrund der erhöhten Allergenität gut vorbereiten, das auch bei unterdurchschnittlichem Pollenflug", erklärt Maximilian Bastl vom Pollenservice Wien der MedUni Wien.

Ragweed gilt vor allem im Osten Österreichs als Belastung. Die Pflanze wächst häufig auf Brachflächen, an Straßenrändern oder Baustellen und kann von August bis Oktober für Beschwerden sorgen. Experten warnen weiters, dass sich Allergiker trotz erwarteter unterdurchschnittlicher Pollenmengen auf eine intensive Kräuterpollensaison einstellen sollten. Soll heißen: Nasenjucken, tränende Augen und erschwerte Atemwege könnten in den kommenden Wochen wieder zum unangenehmen Alltag werden.

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