oe24 enthüllt
Mit diesen Tricks zahlst du KEINE Paketsteuer bei Amazon
Wien. Die Paketsteuer sorgt derzeit in Österreich für viel Aufregung. Davon betroffen sind Unternehmen, die durch den Versandhandel einen jährlichen Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro in Österreich erzielen. Diese Steuer fällt seit dem 1. Oktober auch bei der Amazon-Bestellung an. Doch es gibt Tricks, mit denen man die Steuer umgehen kann.
Auch interessant
So sparen Sie beim Bestellen
Da der Versandriese den Betrag pro Bestellung und nicht pro Einzellieferung berechnet, lohnt es sich, mehrere Artikel gebündelt in den Warenkorb zu legen. So wird die Gebühr nur einmal fällig, selbst wenn die Ware in mehreren Schachteln ankommt.
Geschäftskunden haben es noch leichter
Von der Paketsteuer sind jene Kunden befreit, die beim Bezahlvorgang eine validierte österreichische oder EU-Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (UID-Nummer) für eine Bestellung verwenden. Danach prüft Amazon jede Bestellung einzeln. Doch Achtung: Wenn eine UID-Nummer im Konto hinterlegt ist, dann führt diese nicht automatisch zu einer Befreiung. Die UID-Nummer muss für die jeweiligen Bestellungen verwendet werden.
Ebenfalls praktisch für Schnäppchenjäger sind Spar-Abos. Hier wird der Aufschlag lediglich bei der ersten Lieferung verrechnet. Alle weiteren wiederkehrenden Zusendungen bleiben kostenfrei.
Selbstabholungen via "Click & Collect"
Alternativ kann man außerdem auf Selbstabholungen via "Click & Collect" bei anderen Händlern ausweichen oder bei kleineren Shops einkaufen, die unter die gesetzliche Umsatzgrenze fallen. Ebenfalls sind alle Arten von Verträgen, die direkt im Geschäftslokal abgeschlossen werden, von der Steuer befreit, auch wenn das Produkt versendet wird.
Sprit, Pakete & E-Mopeds: Diese Änderungen gelten ab heute
© oe24
Die Paketsteuer können Kunden in bestimmten Fällen auch zurückerhalten. Wie Amazon auf ihrer Seite angibt, wird die Paketsteuer rückerstattet, wenn:
- alle bestellten Artikel storniert werden, bevor ein Paket versendet wurde.
- einzelne Artikel vor der Zustellung storniert werden, das Paket aber trotzdem geliefert wird.
- das Paket geht verloren und wird nicht zugestellt.
- aufgrund eines Mangels alle Artikel zurückgesendet werden (Gewährleistungsfall).
- die Rücksendung aller Artikel innerhalb der geltenden kostenlosen Rückgabefrist erfolgt.
Wenn man für einen mangelhaften Artikel einen kostenlosen Ersatz erhält, fällt keine zusätzliche Paketsteuer an.
Vorsicht bei teilweisen Rückgaben
Ein wichtiger Stolperstein bleibt jedoch bestehen. Schickt man nur einen Teil der mangelhaften oder ungewollten Ware zurück und behält mindestens ein Produkt, wird die Paketsteuer nicht erstattet. Die Pflicht zur Zahlung bleibt in diesem Fall aufrecht, da die Abgabe grundsätzlich pro Bestellung anfällt. Kunden sollten daher genau überlegen, ob sie Artikel einzeln zurückgeben oder den Warenkorb schon im Vorfeld besser sortieren. Wer die Spielregeln kennt, kann beim Shopping im Netz jedenfalls spürbar Geld sparen.
Kritik am Gesetz
Dass die neue Paketsteuer, mit der die gesenkte Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel teilweise gegenfinanziert werden soll, so einfach umgehen werden kann, stößt im Netz auf Kritik. So äußern User auf der Kurznachrichtenseite X ihren Ärger. "Da hat es Genosse Arbeiterführer Babler den Kapitalisten aber so richtig gezeigt!", kritisiert ein User.
"Es geht hier ums Prinzip. Die Regierung tut so als würde sie uns was gutes tun und uns helfen (MWST Senkung) - nur um dann paar Monate später eine neue Steuer einzuführen die mich im Schnitt dann mehr kostet", sagt ein Reddit-User zur Steuer in einer Diskussion.
"Es gibt nicht mal eine Ausnahme für behinderte oder körperlich eingeschränkte Menschen. Manche sind auf Pakete wortwörtlich angewiesen und bestellen nicht einfach aus Bequemlichkeit. Wenn man eh kaum über die Runden kommt, sind nochmal 2,40 € pro Bestellung halt nicht "nichts"", merkt ein anderer User an.
"Lokale Wirtschaft" unterstürzt
Andere wiederum sehen diese Art der Finanzierung der Entlastung bei Grundnahrungsmitteln positiv. "Man finanziert damit teilweise(!) die USt.-Senkung auf Grundnahrungsmittel, durch die jedem von uns so viel mehr Geld im Börsel bleibt", schreibt ein Reddit-Nutzer. Außerdem unterstütze man so die "lokale Wirtschaft und Arbeitsplätze".
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden