Aufreger

Berliner Skandal-Linke: Noch mehr Clan-Mitglieder auf Wahlparty

Eine Frau spricht auf einem Podium bei einer Veranstaltung der Partei Die Linke Berlin.
© IMAGO/Anadolu Agency
Die Wahlparty der Neuköllner Linken sorgt erneut für Schlagzeilen. Nach dem Besuch von Clan-Chef Issa Remmo wird bekannt, dass auch Aktivisten aus dem Barbakh-Clan vor Ort waren.
OE24 auf Google bevorzugen

Der Wirbel um die Wahlfeier der Neuköllner Linken reißt nicht ab. Nach dem Aufsehen um Clan-Chef Issa Remmo wird nun bekannt, dass offenbar auch zwei Social-Media-Aktivisten aus dem palästinensischen Barbakh-Clan bei der Feier anwesend waren.

Interviews mit Spitzenkandidaten gefilmt

Einem Bericht des "Tagesspiegel" zufolge interviewte einer der Männer auf der Party den Neuköllner Linken-Spitzenkandidaten Ahmed Abed. Der Anwalt strebt mit Unterstützung von SPD und Grünen das Amt des Bezirksbürgermeisters an, nachdem seine Partei in Neukölln 32 Prozent erreichte. Neben Abed sprach der Aktivist laut dem Bericht auch mit der Linken-Kreischefin Jorinde Schulz (37) sowie dem neu gewählten Bezirksverordneten Basem Said. Said hatte am Wahltag auf Instagram den Aufruf einer extremistischen Initiative geteilt und danach gepostet: "Gott hat alles ermöglicht, damit wir erfolgreich sein konnten." Kreischefin Schulz erklärte gegenüber dem "Tagesspiegel", man habe am Wahlabend viele Interviews gegeben. Währenddessen filmte der zweite Aktivist aus dem Barbakh-Clan laut Bericht Ibrahim Ibrahim vor der Bühne, der als Unterstützer der terroristischen Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) gilt.

Hintergrund der Barbakh-Familie

Der Fall birgt Brisanz aufgrund der Hintergründe der Familie. Viele Angehörige kamen dem Bericht zufolge erst ab 2024 aus dem Gazastreifen nach Deutschland. Von den vermutlich mehr als 300 Familienangehörigen in Berlin stufen Ermittler eine zweistellige Zahl als sicherheitsrelevant ein. Einige sollen bei Demonstrationen in Berlin mit Erkennungszeichen der Hamas aufgetreten sein, während der Clan im Gazastreifen selbst im Streit mit der Terrororganisation liegen soll.

Aktivist filmte auf Wahlparty

Nach Recherchen der "BILD"-Zeitung handelt es sich bei einem der beiden Social-Media-Aktivisten um Ryad Aref, der sich auf Instagram als "Palästina-Aktivist aus Gaza" bezeichnet. Aref filmte auf der Veranstaltung unter anderem Ahmed Abed, der in der Vergangenheit den Bürgermeister der israelischen Partnerstadt Bat Yam, Tzvika Brot, als "Völkermörder" beschimpfte und bei judenfeindlichen Demonstrationen auftrat.

Zündstoff für laufende Sondierungsgespräche

Für die Berliner Linke kommt diese erneute Clan-Debatte zu einem ungünstigen Zeitpunkt, da die Partei derzeit Sondierungsgespräche mit SPD und Grünen führt. Nach dem Auftritt von Issa Remmo sorgt der Vorfall um den Barbakh-Clan weiterhin für politischen Zündstoff.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden