Stavarič, 1972 in Brünn geboren und in Niederösterreich aufgewachsen, erhält die Ehrung für seinen Text "Die Wahrheit der Tiere", in dem ein Erwachsener auf seine von Tragik geprägte Kindheit im Waisenheim zurückblickt.
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Die Jury würdigt den Autor in ihrer Begründung: Er habe in den vergangenen Jahrzehnten "einen unvergleichlichen literarischen Sound entwickelt, eine Sprache, die sowohl geheimnisvoll als auch nüchtern wirkt."
Traf exakt das Motto
Seine literarischen Figuren seien ungewöhnlich, der Fiktion verpflichtet und dennoch stets authentisch. Trotz der Tragik des Textes wahre Stavarič eine erzählerische Distanz – laut Jury "eine Haltung, die in der Fiktion eine Suche nach der Wahrheit erkennen lässt." Damit traf der vielseitige Autor exakt das Motto der diesjährigen, achten Ausschreibung, an der sich 72 Personen beteiligten: "Auch wir wollten auf dem Berg der Wahrheit unsere Zelte aufschlagen". Der alle zwei Jahre vergebene, genreunabhängige Preis richtet sich an deutschsprachige Schreibende mit Österreich-Bezug. Er wird seit 2012 verliehen und erinnert an den 2005 in Pulkau verstorbenen Schriftsteller Alois Vogel, Mitbegründer des Literaturkreises Podium, der sich stets für die Literatur und seine Kollegenschaft engagierte.
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