Heißes Comeback
Wendy James: "Habe definitv Miley & Co. inspiriert!"
Transvision Vamp rund um Pop-Pin-Up Wendy James waren die Kultstars der 80er Jahre. Mit Chart-Hymnen wie "I Want You Love", "Tell That Girl to Shut Up" oder "Baby, I Don‘t Care", rotzfrecher Attitüde und exzessiven Konzerten. Auch im Wiener Praterstadion. Jetzt, nach 35 Jahren Pause, gibt‘s das große Revival. Mit einer Comeback-Tour, einer für 2028 geplanten neuen CD zum 40. Bandgeburtstag und dem großen Interview.
Mit oe24 spricht Wendy James über …
… das Comeback: Das liegt eigentlich an den Australiern. Ich hatte gerade mein zehntes Solo-Album "Shape of History" veröffentlicht. Und da zehn Alben ein solcher Meilenstein waren, dachte ich, es wäre schön, mal wieder außerhalb von England zu spielen und da kam die Idee auf. Auch weil Dave wieder mit dabei ist. Tex und Mick haben sich ja aus dem Musikgeschäft zurückgezogen. Und dann ging alles sehr schnell und einfach. Und deshalb wird es 2027 weitere Shows geben!
… den Kult: Es interessant, dass ein Teil des Publikums jetzt sehr jung ist. Das bedeutet, dass Transvision Vamp längst mehrere Generationen anspricht. Und da schaffen nicht viele. Die Rolling Stones, Blur, Oasis oder The Clash. Ich will jetzt nicht sagen es ist ein Segen, aber es ist eine Riesen Ehre, an Musik mitgewirkt zu haben, die so viele Menschen berührt. Und vor allem ohne Kompromisse: Denn ich bin kein verschissener Promi geworden und als Musiker bin ich besser denn je.
… ihre Hits: Es macht noch immer verdammt viel Spaß, Lieder wie "I Want your Love" zu singen oder "Velveteen". Auch weil die Band jetzt so gut wie nie ist und es den Leuten so viel bedeutet. Dazu sind das ja wirklich großartige Klassiker. Es ist fantastisch!
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… Fehler: Musikalisch bereue ich überhaupt nichts, aber ich habe ein paar dumme Entscheidungen in puncto Geld getroffen. Hätte ich das damals nur auf ein Sparkonto eingezahlt oder in Apple Aktien investiert (lacht). Aber ich habe ein gutes Leben geführt und verdiene nach wie vor Geld.
… über ihre heißen Covershootings: "Tatler" war ein großartiges Foto und "The Face" ein Brückenschlag, weil das ja ein Modemagazin war und kaum Musikstorys brachte. Die Musikpresse reagierte mokiert und die Klatschpresse konzentrierte sich nur auf meinen Körper. Aber das ist heute ja kaum anders. Bei Lady Gaga z.B. Oder Lily Allen. Nur machen diese Pop-Ladies heute verdammt viel Kohle damit. Und Geld regiert die Welt!
… das neue Album: Das kommt am 3. Oktober 2028. Exakt 40 Jahre nach dem Debüt "Pop Art". Dafür schreiben ich jetzt etwas andere Songs als solo: Etwas aggressiver, weniger poppig. Fünf Song sind schon fertig. Über Weihnachten schreibe ich die nächsten fünf.
… ihre Vorbildwirkung: Miley Cyrus habe ich defintiv inspiriert. Und Gwen Stefani. Ich habe definitiv meinen Platz auf der Erfolgs-Leiter der Frauen am Weg ganz nach oben! Das steht fest!Und jetzt mache ich wieder Dinge, die mir Erfolg bringen. Am 3. Oktober 2028 wird es großartig sein, sagen zu können: "40 Jahre, ihr Motherfucker, hier bin ich!"
… die Zukunft: Ich glaube nicht, dass wir größer werden als in den 80ern, aber ich will es nicht verhexen. Vielleicht schreibe ich ja einen Hit, der wieder überall auf Platz eins landet!
.. das Alter: Der 60er in Jänner war mir völlig egal. Solange ich fit und gesund bin, gut aussehe und geistig fit bin, glaube ich nicht, dass das Alter irgendetwas definiert. Ja, ich habe Falten, aber ich habe mir eben nie Botox spritzen lassen. Dazu habe ich einen guten Fotograf! Das ist das Geheimnis des Erfolgs: Ein bisschen Photoshop. Aber nicht auf die Kardashian-Art! Man will ja nicht aussehen, als wäre man mit einem Filter bearbeitet worden! Diese Filterkultur ist echt seltsam. Die Leute sehen ja gar nicht mehr menschlich aus, sondern wie seltsame Roboter. Wie Sonderlinge. Und die natürliche Schönheit geht dabei für immer verloren.
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… die Liebe: Mein Privatleben geht nur mich was an. Nur soviel: Ich bin nicht verheiratet und habe keine Kinder. Ich habe in meinem Leben sehr schöne Zeiten erlebt im romantischen Sinne. Und es kommen noch schöne Zeiten!
… die Pension: Ich denke nicht ans aufhören! Solange mein Körper mitmacht. Solange ich fit bin. Ich mache einfach weiter. So wie Mick Jagger, der ist 82. Solange ich einen Song abliefern kann, der nicht langweilig ist, eine starke Ausstrahlung habe und mein Körper mich auf die Bühne oder durch abgefuckte Garderoben trägt, mache ich es!
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