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Luxus-See: Baustopp bei neuem Pflege-Campus

So hätte der SeneCura Campus aussehen sollen.
© querkraft/Virtual DynamiX
Der SeneCura-Ausbildungscampus im Grafenwörther Bauprojekt Sonnenweiher steht still. Beim Spatenstich lobte Bürgermeister Alfred Riedl (ÖVP) das Vorhaben noch als "Feiertag für die Gemeinde".
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SeneCura-Geschäftsführer Anton Kellner versprach zudem einen "One-stop-shop für verschiedenste Pflegeausbildungen". Bisher blieb ein Baustart jedoch aus.

SeneCura soll laut recherchen des ORF NÖ finanziell angeschlagen sein, weshalb sogar ein Grundstücksverkauf im Raum steht. Brisant: Während Riedl in der Vergangenheit von einer Million Euro Landesförderung sprach, dementiert das Land Niederösterreich dies. Den Stillstand begründet der Bürgermeister stattdessen mit der "unerträglichen Bürokratie" bei der Planung. Als Ersatz soll nun das bestehende örtliche Sozialzentrum erweitert werden.

Bürgermeister profitierte von Verkäufen

Für viele Anrainer ist das enttäuschend. Bewohner Johannes Rieder zog auch wegen des Campus dorthin: "SeneCura war mit ein Faktum [...] da bin ich im Alter sehr gut versorgt." Dennoch füllt sich die Siedlung mit ihren rund 200 Häusern, von denen knapp ein Drittel verkauft ist. Die aktuell 111 Bewohner leben sich gut ein, wie Michael Kliemann stellvertretend betont: "Wir fühlen uns pudelwohl hier und sind mittlerweile auch gut integriert." Auch der umstrittene künstliche Foliensee entspricht laut Behörden den Vorgaben zur Grundwasserentnahme. Bürgermeister Riedl, der an Grundstücksverkäufen im Vorfeld selbst finanziell profitierte, ist mit der Gesamtentwicklung zufrieden.

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