Wichtiger Vertrauter
Putins Drohnen-General von Autobombe weggesprengt
Der Krieg erreicht die Führungskräfte der russischen Rüstungsindustrie fernab der Front. Mitten im Ural, rund 2000 Kilometer vom Kampfgeschehen entfernt, gab es erst einen lauten Knall und anschließend eine schwarze Rauchsäule. Der Luxus-Mercedes von Wladimir Tkatschuk, dem 35-jährigen Generaldirektor des Rüstungsbetriebs "Uraldronsawod", explodierte. Während sein Fahrer und sein Leibwächter noch direkt am Tatort starben, kämpft der Drohnen-Boss in einem russischen Krankenhaus um sein Leben. Es handelt sich um den zweiten Bomben-Anschlag auf kremlnahe Personen innerhalb weniger Tage.
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Sprengsatz unter dem Fahrzeug
Nach Berichten des russischen Telegram-Kanals "Mash", der als gut vernetzt mit Sicherheitsbehörden gilt, war ein Sprengsatz unter der Limousine befestigt. Auf Aufnahmen vom Tatort ist das vollständig ausgebrannte Wrack des Fahrzeugs zu sehen, umgeben von verkohlten Trümmern und Blutspuren auf der Straße. Laut der Nachrichtenagentur "Tass" befindet sich Tkatschuk derzeit auf der Intensivstation. Ein Augenzeuge berichtete gegenüber "The Sun": "Ein lauter Knall war zu hören, dann Feuer." Er ergänzte, er wisse nicht genau, was passiert sei, "aber es ist beängstigend".
Ermittlungen wegen versuchten Mordes
Die russischen Behörden haben ein Strafverfahren wegen versuchten Mordes gestartet. Verdächtige wurden bisher nicht namentlich genannt und offiziell beschuldigt Moskau vorerst niemanden. Aus der Ukraine gibt es bislang ebenfalls keine Stellungnahme zu dem Vorfall.
Vom Blog zur Rüstungsschmiede
Tkatschuk begann seinen Aufstieg im September 2022 als Kriegs-Influencer mit einer kleinen Werkstatt, die durch Spenden seiner Follower auf Telegram finanziert wurde. Sein Kanal "Powernutyje na woine" („Verrückt nach dem Krieg“) zählt mittlerweile rund 660 000 Abonnenten. Seine Firma stellt Kamikaze-Drohnen vom Typ "Upyr" („Vampir“) her, die seit Mai 2023 an der Front eingesetzt werden. Die Fluggeräte erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h und transportieren bis zu vier Kilo Sprengstoff. Tkatschuk hatte seine Drohnen erst kürzlich persönlich Kreml-Chef Wladimir Putin (73) vorgeführt.
Zweiter Anschlag binnen Tagen
Der Anschlag folgt auf einen weiteren Vorfall vom vergangenen Samstag. Nach behördlichen Angaben riss eine Bombe in einem noblen Moskauer Restaurant fünf Menschen in den Tod und verletzte 19 weitere. Ziel dieser Attacke war mutmaßlich ein russischer General.
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