Deutliches Plus
Preis-Knall: Kroatien jetzt teuerstes Camping-Land in Europa
Camping galt lange als günstige Alternative zum klassischen Hotelurlaub. Doch eine aktuelle Auswertung des Campingportals PiNCAMP und des Campingführers ACSI zeigt: Die Preise steigen europaweit deutlich an. Besonders ein beliebtes Urlaubsland sticht dabei hervor – Kroatien ist mittlerweile das teuerste Campingland Europas.
78 Euro pro Nacht
Demnach sind die Campingpreise in Europa seit 2020 durchschnittlich um fast 25 Prozent gestiegen. In Kroatien fiel der Anstieg besonders kräftig aus. Eine Familie mit zwei Kindern und Wohnwagen zahlt dort inzwischen durchschnittlich rund 78 Euro pro Nacht. Selbst die PiNCAMP-Analyse für die Saison 2026 kommt noch auf etwa 73 Euro pro Nacht – deutlich mehr als in anderen klassischen Urlaubsländern wie Italien oder Österreich.
Die Gründe für die Entwicklung sind vielfältig. In den vergangenen Jahren haben viele kroatische Campingplätze massiv in moderne Infrastruktur investiert. Zahlreiche Anlagen bieten heute Pools, Wellnessbereiche, Restaurants und Freizeitangebote auf Hotelniveau. Gleichzeitig sind durch die Euro-Einführung sowie steigende Lohn- und Betriebskosten die Ausgaben der Betreiber gewachsen. Hinzu kommt die enorme Nachfrage: Kroatien zählt seit Jahren zu den beliebtesten Urlaubszielen europäischer Camper.
"Besonders in stark nachgefragten Mittelmeerländern trifft eine hohe internationale Nachfrage auf begrenzte Kapazitäten – entsprechend höher ist dort das Preisniveau", erklärt PiNCAMP-Geschäftsführer Uwe Frers.
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Vor allem Campingplätze direkt am Meer treiben die Preise nach oben. Europaweit kosten sie im Schnitt 36 Prozent mehr als vergleichbare Plätze im Inland. In Kroatien beträgt der Aufschlag immerhin rund 30 Prozent.
Wer sparen möchte, sollte flexibel planen. Laut PiNCAMP liegen die Preise außerhalb der Hauptsaison durchschnittlich um fast 30 Prozent niedriger. In Kroatien können Camper in der Nebensaison sogar mehr als die Hälfte der Übernachtungskosten sparen.
Während Kroatien an der Spitze der Preisliste steht, bleibt die Türkei laut ACSI mit durchschnittlich knapp 14 Euro pro Nacht weiterhin das günstigste Campingland Europas. Auch Deutschland zählt mit rund 41 Euro pro Nacht noch zu den vergleichsweise preiswerten Reisezielen.
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