Neue Schock-Details
Bungee-Drama: Maria (21) war nach Sturz noch am Leben
Der Tod der 21-jährigen Studentin Maria Eduarda R. erschüttert Brasilien. Die junge Frau kam bei einem Extremsport-Abenteuer an der sogenannten "Skelettbrücke" im Bundesstaat São Paulo ums Leben, nachdem sie aus rund 40 Metern Höhe in die Tiefe gestürzt war. Ermittlungen zufolge hatten die Verantwortlichen vergessen, das lebenswichtige Sicherungsseil an ihrem Körper zu befestigen.
Maria lebte noch
Besonders tragisch: Neue Aussagen einer Ersthelferin zeigen, dass Maria den Aufprall zunächst überlebte.
Die Krankenschwester Rayza Gabrieli Dias Delfino befand sich zum Zeitpunkt des Unglücks selbst an der Brücke und wollte ebenfalls einen sogenannten Rope Jump absolvieren. Sie filmte die Vorbereitungen der 21-Jährigen mit ihrem Handy und wurde Zeugin des folgenschweren Fehlers. Als Maria über das Geländer gehoben wurde und in die Tiefe stürzte, sei plötzlich ein entsetzter Ruf zu hören gewesen: "Das Seil, das Seil!"
Unmittelbar nach dem Unfall eilte Delfino gemeinsam mit anderen Helfern zu der schwer verletzten Studentin. Der Weg zum Fuß der Brücke sei äußerst schwierig gewesen. Über einen steilen, schlammigen Abhang mussten die Helfer hinunterklettern, um die Verunglückte zu erreichen.
Dort bot sich ihnen ein erschütterndes Bild. "Ich habe sogar noch mit ihr gesprochen", berichtete die Krankenschwester später im brasilianischen Fernsehen. Maria habe zu diesem Zeitpunkt noch gelebt. Delfino begann sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Zunächst sei noch ein sehr schwacher Puls spürbar gewesen. Doch trotz aller Bemühungen verlor die junge Frau schließlich den Kampf gegen ihre schweren Verletzungen.
Der Unfall sorgte landesweit für Entsetzen. Videos des Sturzes verbreiteten sich rasch in sozialen Netzwerken. Stunden zuvor hatte Maria noch ein Foto von der Brücke veröffentlicht und scherzhaft gefragt, wer sie dazu gebracht habe, von dort zu springen.
Werfer festgenommen
Die Studentin aus Jandira studierte Sportpädagogik und Sportmanagement, arbeitete in einem Fitnessstudio und galt als begeisterte Sportlerin. Nach Angaben von Zeugen wäre ursprünglich sogar eine andere Person an der Reihe gewesen. Weil dieser Teilnehmer verspätet eintraf, durfte Maria vorziehen – eine Entscheidung mit fatalen Folgen.
Die brasilianischen Behörden haben inzwischen drei Männer im Alter von 27, 32 und 42 Jahren wegen des Verdachts auf Totschlag angeklagt. Nach Angaben der Ermittler verfügte das Team weder über die erforderlichen Genehmigungen noch über die Erlaubnis, an der Brücke entsprechende Sprünge anzubieten.
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