„Unterpfand“
Millionen singen es und fast keiner kennt die Bedeutung
Die deutsche Nationalhymne wird vor allem bei Sportevents wie der Fußball-Weltmeisterschaft gespielt. Die dritte Strophe des Deutschlandlieds beinhaltet aber ein Wort, das heutzutage kaum noch verwendet wird. Es geht um den Begriff „Unterpfand“.
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Viele Deutsche singen in der Hymne das Wort. In Friedrich Schillers bekanntem Werk „Die Räuber“ kommt es laut „Chip“ auch vor:
“„Hattest du ihm nicht einen Ring an den Finger gesteckt? Einen Diamantring zum Unterpfand deiner Treue!“”
„Die Räuber“ von Friedrich Schiller
Zwei Bedeutungen
Wie die Gesellschaft für deutsche Sprache e. V. (GfdS) angibt, hat Unterpfand zwei verschiedene Bedeutungen. Aber zuerst muss der Begriff Pfand aufgegriffen werden: Etwas, „das dem Gläubiger als Bürgschaft für seine Forderung gegeben wird“. So definiert das grammatisch-kritische Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart von 1807 den Begriff.
Damit bedeutet Unterpfand „ein Pfand, das der Pfandempfänger dem Verpfänder belassen hat“. Jedoch bezweifelt die GfdS, dass diese Bedeutung bei der Nationalhymne gemeint ist.
Die zweite Definition passt viel eher. Sie definiert Unterpfand als „etwas, das als sicheres Zeichen, Garantie für etwas dient“. Im Kontext der deutschen Nationalhymne macht diese Erklärung mehr Sinn. Damit werden die drei wichtigen Werte Einigkeit, Recht und Freiheit als Garanten für das Glück des Landes bezeichnet, so „Chip“.
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