Depot vor dem Aus

Fast alle Filialen schließen – hunderte Jobs weg

Eine von rund 500 Depot-Filialen
© CC BY-SA 4.0
Die Krise bei der Deko-Kette Depot spitzt sich dramatisch zu. Nach der zweiten Insolvenz innerhalb kurzer Zeit steht nun der nächste große Kahlschlag bevor: Statt bisher 66 Filialen sollen künftig nur noch rund 50 Standorte übrig bleiben. Hunderte Mitarbeiter verlieren ihren Job.
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Für die Beschäftigten ist es eine Schocknachricht. Wie die "Lebensmittel Zeitung" berichtet, soll Geschäftsführer Christian Gries die Belegschaft intern über den drastischen Sparkurs informiert haben. Demnach sollen zahlreiche Mitarbeiter bereits ab dem 1. August freigestellt werden.

Künftig sollen nur noch rund 50 Depot-Filialen bestehen bleiben. Der Großteil der derzeit noch geöffneten Geschäfte steht damit vor dem Aus.

330 Beschäftigte betroffen

Von den Maßnahmen sollen laut Bericht 220 Mitarbeiter in den Filialen sowie weitere 110 Beschäftigte aus der Zentrale und dem Außendienst betroffen sein.

Die freigestellten Arbeitnehmer erhalten demnach nur noch ihre Juli-Gehälter über das Insolvenzgeld. Derzeit befindet sich Depot im vorläufigen Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Das reguläre Insolvenzverfahren soll am 1. August eröffnet werden.

Zweite Insolvenz binnen kurzer Zeit

Bereits im Mai hatte Depot erneut Insolvenz beim Amtsgericht Aschaffenburg angemeldet – es ist bereits die zweite Pleite innerhalb kurzer Zeit.

Schon Ende Juni wurde bekannt, dass 66 Filialen geschlossen werden. Das erste Insolvenzverfahren im Jahr 2024 hatte bereits massive Folgen: Damals verschwanden 250 Filialen, rund 2.000 Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz.

Warum Depot erneut in der Krise steckt

Als Gründe gelten laut Bericht steigende Importzölle, die starke Konkurrenz durch günstige asiatische Online-Plattformen sowie die anhaltende Kaufzurückhaltung vieler Verbraucher.

Nach Angaben der "Lebensmittel Zeitung" reichen die finanziellen Mittel inzwischen nicht mehr aus, um die Gehälter aller rund 1.200 Beschäftigten zu bezahlen. Damit steht der traditionsreichen Deko-Kette einer der größten Einschnitte ihrer Unternehmensgeschichte bevor.

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