Berlin & Meck-Pomm

Deutsche Schicksals-Wahlen für Merz

Ein Mann im Anzug spricht bei einer Pressekonferenz vor Mikrofonen und blauem Hintergrund.
© IMAGO/dts Nachrichtenagentur
In den deutschen Bundesländern Berlin und Mecklenburg-Vorpommern haben am Sonntag die Wahllokale für die Landesparlamente geöffnet. Für Kanzler Friedrich Merz sind es Schicksalswahlen seiner Kanzlerschaft.
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Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimmen für das Berliner Abgeordnetenhaus beziehungsweise den Landtag in Mecklenburg-Vorpommern abgeben. Die Wahllokale sind bis 18.00 Uhr geöffnet. Umfragen lassen erneut ein Debakel für die CDU von Bundeskanzler Friedrich Merz erwarten, über dessen bevorstehende Ablöse seit Tagen heftig spekuliert wird.

+++ LIVE-Ticker +++

CDU-Kandidat in Berlin beschimpft

Der CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers ist auf dem Weg in sein Wahllokal in Friedrichshain-Kreuzberg beschimpft worden. Ein Mann wartete offenbar auf ihn und überzog den Politiker mit Vorwürfen.

Der CDU-Spitzenkandidat bei der Berlin-Wahl, Stefan Evers (46), ist laut der Berliner Morgenpost auf dem Weg in sein Wahllokal in Friedrichshain-Kreuzberg beschimpft worden. Ein Mann, der offenbar auf ihn gewartet hatte, überzog Evers dabei mit Vorwürfen.

Ein Mann mit Brille lächelt im Freien und spricht mit Journalisten.
Stefan Evers © IMAGO/Anadolu Agency

Themenbezogen ging es bei der Pöbelei offenbar um ein Jugendzentrum. Der Mann stellte den Politiker direkt vor Ort zur Rede und konfrontierte ihn mit seinen Anliegen.Evers reagierte gelassen auf die Situation. Er sagte im Anschluss: "Wer in Berlins Politik nicht sturmfest ist, darf nicht in die Politik gehen."


Hohe Wahlbeteiligung in Berlin

In Berlin verzeichnet die Wahlbeteiligung um 12 Uhr ein deutliches Plus. Mit 27,9 Prozent liegt der Wert spürbar über den Zahlen der vorangegangenen Wahl aus dem Jahr 2023.

Um 12 Uhr lag die Wahlbeteiligung in Berlin bei genau 27,9 Prozent. Damit zeigt sich eine gestiegene Teilnahme der Stimmberechtigten im Vergleich zum vorherigen Urnengang.

Wähler gibt seinen Stimmzettel an einem Tisch in einem Wahllokal ab, weitere Personen im Hintergrund.
© IMAGO/Anadolu Agency

Der gemeldete Wert liegt um 4,5 Prozentpunkte über der Wahlbeteiligung bei der Wahl 2023 zum selben Zeitpunkt.

Diese Daten gab der Landeswahlleiter in einer offiziellen Mitteilung bekannt. Damit liegen die ersten gesicherten Zwischenergebnisse zur Teilnahme der Berliner Bevölkerung vor.


Berliner Polizei mit erster Sicherheits-Bilanz


CDU-Präsidium tagt ab 17 Uhr

Um 17 Uhr, kommen in Berlin im Konrad-Adenauer-Haus die Spitzen der CDU zu einer Präsidiums-Sitzung zusammen. Merz hat sie alle zusammengetrommelt. Dort muss Merz dann seine Macht verteidigen oder kommt es gar zum Parteiaufstand gegen den Kanzler?

Ein Mann spricht am CDU-Pult im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin während des Wahlkampfs.
Bundeskanzler Friedrich Merz © IMAGO/Bernd Elmenthaler

Holt die Linkspartei Berlin?

Eine brisante Prognose der Plattform Polymarket sorgt für Aufsehen: Beim Rennen in Berlin liegt die Linkspartei mit hoher Wahrscheinlichkeit klar vor der CDU.

Linkspartei laut Prognose vorn

Die Wahrscheinlichkeit für einen Sieg der Linken wird von Polymarket mit 66 Prozent angegeben. Damit sieht die Plattform diese Partei mit klarem Abstand an der Spitze der Erwartungen für den Wahlausgang.

CDU folgt mit deutlichem Abstand

Demgegenüber taxiert Polymarket die Chancen auf einen Erfolg der CDU deutlich niedriger. Die Wahrscheinlichkeit eines Sieges der Christdemokraten wird von der Prognoseplattform auf rund 30 Prozent geschätzt. Die Daten spiegeln somit die aktuelle Werteverteilung der Plattform wider.


In Schwerin heißt es: Rot vs. Blau

Die SPD und Schwesig wollen den Ministerpräsident-Sessel verteidigen. Holm von der AfD will die Roten ablösen.

Zwei Personen stehen an Pulten bei einer TV-Debatte mit blauem Hintergrund und Wassergläsern.
Manuela Schwesig und Leif-Erik Holm © IMAGO/Anadolu Agency

Entscheidung in Berlin

Verliert der Berliner Spitzenkandidat Evers, könnte auch Merz stürzen.

Zwei Männer im Anzug stehen vor einem Schild mit der Aufschrift "bleib stabil."
Berlin, Deutschland, 17.09.2026: Konrad-Adenauer-Haus: Wahlkampf-Schlussspurt der CDU: CDU-Spitzenkandidat für Berlin Stefan Evers und Bundeskanzler Friedrich Merz CDU *** Berlin, Germany, September 17, 2026 Konrad Adenauer House CDU s final push in the election campaign CDU s top candidate for Berlin, Stefan Evers, and Federal Chancellor Friedrich Merz CDU Copyright: xdtsxNachrichtenagenturx dts_135185 © IMAGO/dts Nachrichtenagentur

Schicksalswahlen für Merz

Je nachdem wie die CDU abschneidet, könnte die Debatte über die politische Zukunft von Parteichef und Kanzler Merz erneut Fahrt aufnehmen. Seit Tagen wird darüber debattiert, ob er sich halten kann. Merz hat das CDU-Präsidium für Sonntagabend in die Parteizentrale in Berlin, das Konrad-Adenauer-Haus, eingeladen.


In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wird gewählt

In Berlin regiert derzeit ein Bündnis aus CDU und SPD. Für eine Neuauflage reicht es letzten Umfragen zufolge nicht. Dort zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Linken und der CDU um Platz eins ab. Dahinter waren in Umfragen auch die Rechtsaußen-Partei AfD (Alternative für Deutschland), die Grünen und die SPD (Sozialdemokraten) zweistellig. Das populistische BSW kämpft um den Einzug ins Abgeordnetenhaus.

Mecklenburg-Vorpommern wird aktuell von einer Koalition aus der SPD und der Linken regiert. Laut Umfragen ist unsicher, ob es für eine Neuauflage reichen wird. Jüngste Umfragen sahen SPD und AfD in einem engen Rennen an der Spitze, die Linke mit Werten um zehn Prozent weit dahinter. Grüne und BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht) müssen um den Einzug in den Landtag bangen, auch die CDU rutschte in Umfragen in die Nähe der Fünf-Prozent-Hürde.


Während die Alternative für Deutschland (AfD) im äußersten Nordosten des Landes ihren Siegeszug fortsetzen könnte, winkt in der Hauptstadt erstmals der Linken der erste Platz. In der deutschen Hauptstadt Berlin sind rund 2,5 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen. In Mecklenburg-Vorpommern ganz im Nordosten sind rund 1,3 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen.

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