Folgen der Dürre
60 Kilometer Umweg! Mann kämpft um seine Existenz
Wie Focus Online berichtet, arbeitet Dennis Seek selbstständig in der Garten- und Baumpflege und ist täglich auf eine Autofähre über den Rhein angewiesen. Doch der anhaltend niedrige Wasserstand macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Kann die Fähre nicht mehr fahren, bleibt ihm nur ein großer Umweg.
Dieser kostet Zeit – und vor allem viel Geld. "Das sind um die 60 Kilometer mehr, die man hat, je nach Kunde", schildert Seek. Da er meist mit einem Mitarbeiter unterwegs ist, summieren sich die Mehrkosten schnell. "Das sind dann im Schnitt pro Fahrt circa 150 Euro mehr Kosten für mich. Wenn das auf Dauer so bleibt, ist das existenzgefährdend."
Rhein erreicht kritische Pegelstände
Laut dem Berricht, verschärft die anhaltende Hitzewelle die Lage zusätzlich. Temperaturen von bis zu 40 Grad lassen die Pegel des Rheins weiter sinken. Besonders kritisch ist die Situation an der Messstelle Kaub in Rheinland-Pfalz. Dort wurde zuletzt ein Wasserstand von nur noch 27 Zentimetern gemessen. Sollte der Pegel auf rund 20 Zentimeter fallen, könnten weitere Fähren ihren Betrieb einstellen.
Die Folgen treffen nicht nur die Schifffahrt. Auch Pendler, Handwerksbetriebe und Selbstständige bekommen die Auswirkungen der Dürre immer stärker zu spüren. Aus kurzen Fahrten werden lange Umwege – mit erheblichen Mehrkosten.
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Auch für Österreich ein Warnsignal
Auch wenn sich der Fall in Deutschland ereignet, zeigt er, welche wirtschaftlichen Folgen lang anhaltende Trockenheit haben kann. Experten warnen seit Längerem, dass Extremwetterlagen in Europa häufiger werden könnten – mit Auswirkungen auf Verkehr, Wirtschaft und Landwirtschaft. Dennis Seek hofft deshalb vor allem auf eines: Regen. Denn jeder weitere trockene Tag macht seine Arbeit ein Stück schwieriger.
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