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Kennzeichnung für mehr Tierwohl

Junge Löwin liegt entspannt mit geöffnetem Maul auf einem Felsen, unscharfer Hintergrund.
© Getty Images/iStockphoto
Die Schweiz hat eine neue Kennzeichnungspflicht für tierische Lebensmittel eingeführt. Wenn für die Herstellung tierischer Produkte schmerzhafte Eingriffe ohne Betäubung durchgeführt wurden, sind diese am Produkt anzugeben.
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Betroffen sind unter anderem Produkte aus der Zwangsfütterung von Gänsen oder Enten. Fleisch von Rindern, die betäubungslos kastriert oder enthornt wurden. Schweinefleisch, wenn Kastration, Schwanzkupieren oder Zähneabklemmen ohne Betäubung erfolgte. Eier und Geflügelfleisch, wenn den Tieren der Schnabel ohne Betäubung gekürzt wurde sowie Froschschenkel, die ohne Betäubung abgetrennt wurden. All diese durchgeführten Praktiken sollen für Konsument:innen in Zukunft ersichtlich sein.

Löwen-Rettung

Löwin Zora lebte in illegaler Privathaltung in Tschechien, wurde nun aber von Vier Pfoten gerettet. Die Behörden beschlagnahmte sie und brachte sie in den Zoo Liberec. Vier Pfoten bringt sie nun in ihr endgültiges zu Hause in das FELIDA Großkatzenschutzzentrum in den Niederlanden. Die Organisation bedankt sich und sagt "Ohne die Unterstützung unserer Spender:innen wäre das nicht möglich gewesen".

Unsere Tiere – Das große oe24.TV-Tierschutzmagazin von Sonntag, 02.08.2026, hier in voller Länge sehen. Nächste Ausgabe Unsere Tiere: 09.08.2026, 18:30 Uhr.

Stopfleber-Verbot in Brasilien

Brasilien verbietet "Stopfleber". Das Gesetz wurde am 24. Juli unterzeichnet und umfasst die Produktion und den Verkauf. Die heimische Produktion ist gering, betroffen sind vor allem Importe aus Frankreich. Grund für das Verbot ist die Tierquälerei: Enten und Gänse werden zwangsernährt, damit ihre Lebern verfetten.
Ein Kunde in Rio de Janeiro sagt: "Ich habe es gekauft, ohne zu wissen, was dahintersteckt, und für mich ist es einfach Leberpastete. Ich wusste nicht, dass dabei Tiere gequält werden." Brasilien wird damit das erste Land Lateinamerikas, das Stopfleber verbietet.

Junges Seehundbaby liegt am Strand und ruft mit geöffnetem Maul nach seiner Mutter.
© Getty Images/iStockphoto

Baby-Kegelrobbe gerettet

Eine junge Kegelrobbe, die sich wochenlang im Brüsseler Schifffahrtskanal weit von ihrem natürlichen Lebensraum in der Nordsee entfernt aufgehalten hatte, konnte in Belgien erfolgreich gerettet werden. Das etwa zwei Monate alte Jungtier war stark abgemagert und hatte sich vermutlich von seiner Mutter getrennt oder war von ihr verlassen worden. Freiwillige brachten die Robbe in ein spezialisiertes Robbenrettungszentrum, wo sie wegen leichten Fiebers nun medizinisch versorgt und wieder aufgepäppelt wird. Ohne die Rettung hätte das Jungtier wahrscheinlich nicht überlebt. Sobald es wieder vollständig gesund ist, soll die junge Robbe in die Nordsee zurückkehren.

Urteil zugunsten Veganer:innen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) verurteilte die Schweiz wegen fehlendem veganem Essen. Zwei Männer erhielten während ihrer Haft und ihres Aufenthalts in einer psychiatrischen Klinik kein veganes Essen. Nach Ansicht des Gerichts verletzte die Schweiz damit den Artikel neun der Europäischen Menschenrechtskonvention, die Gewissensfreiheit. Der EGMR stellt damit klar: Ethischer Veganismus kann unter den Schutz der Glaubens- und Gewissensfreiheit fallen. Die Entscheidung könnte auch für den Umgang mit Veganismus in anderen europäischen Ländern wegweisend sein.

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