REVITALISIERUNG

Flüsse brauchen jetzt "kleine Hotels" für Fischwelt

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Lokalaugenschein an der versiegenden Gusen und der Waldaist.
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"Was wir hier an der Gusen sehen, ist kein vorübergehendes Wetterphänomen. Das ist die Klimakrise, die ganz real vor unserer Haustür steht", sagt Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) am Montag beim Lokalaugenschein. "Wenn unsere Bäche versiegen, verlieren wir nicht nur wertvolle Lebensräume für Fische und Pflanzen, sondern auch ein Stück Lebensqualität in Oberösterreich. Wir dürfen die Augen vor dieser Entwicklung nicht verschließen, sondern müssen daraus lernen."

Revitalisierung der Waldaist

Nach dem Blick auf die Herausforderungen folgt der Blick auf die Antwort. An der Waldaist in Pregarten und Tragwein zeigt ein Projekt, wie Renaturierung und Klimaanpassung Hand in Hand gehen. Hier geht es nicht um bloße Verschönerung, sondern um eine gezielte Wiederbelebung des Gewässers. "Die Waldaist zeigt uns, dass wir der Natur auch den Raum geben müssen, den sie braucht", betont Landesrat Kaineder beim Besuch der Baustelle. "Wir bauen hier keinen künstlichen Kanal. Wir geben dem Fluss seine Kraft und seine Vielfalt zurück. So schützen wir die Arten und wappnen uns gleichzeitig gegen die Folgen von Hitze und Starkregen." Ein zentraler Punkt ist die sogenannte Vorlandabsenkung.: Durch das Absenken der Flächen neben dem Fluss bekommt er wieder Bewegungsfreiheit. Wenn es zu Starkregen kommt, kann das Wasser in diese neuen Bereiche ausweichen, anstatt mit Gewalt durch einen engen Kanal zu schießen.
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Steine und Holzkonstruktionen

Durch den Einbau von massiven Holzstrukturen – den sogenannten Logjams – und gezielt platzierten Steinen entstehen kleine "Hotels" für die Fischwelt.

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