Wien. Medienmanager Gerhard Zeiler (71) hat bestätigt, dass er die SPÖ aus dem Umfragetief führen möchte. Wie sein Vertrauter Peter Pelinka (74) schildert, lautet Zeilers Devise dabei "Alles oder nichts". Er peilt sowohl den Parteivorsitz als auch das Amt des Vizekanzlers an und möchte die aktuelle Koalition beibehalten, statt in Neuwahlen zu gehen.
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Pelinka: "Chancen stehen 50:50"
Medienberater Pelinka schätzt Zeilers Chancen, die Partei zu übernehmen, auf 50:50 ein. Neben den statutarischen Fragen wird man sehen, wie die Diskussionen innerhalb der SPÖ nun laufen werden. "Letztlich wird es gut ausschauen für Gerhard Zeiler, weil es eine große Chance ist für die SPÖ", prognostiziert Pelinka im oe24.TV-Interview. "Am Schluss wird er eine klare Mehrheit in der Partei für sich haben."
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"SPÖ wird eine klare Mitte-Links-Partei"
Wie Gerhard Zeiler die SPÖ positionieren würde? Pelinka: "Die SPÖ wird eine klare Mitte-Links-Partei." Die Partei würde noch klarere Konturen setzen Richtung Wirtschaftsnähe. "Klare Signale muss es geben in Richtung Wirtschaftspolitik", so Pelinka. Und es müsse klare Signale in Richtung Zukunft geben. "Es ist unerträglich, dass Österreich sich krank geredet fühlen muss. Österreich ist ein tolles Land. Österreich steht gut da international, bei allen Schwächen die es gibt bei diesen und diesen Bereichen", sagt der Zeiler-Vertraute. "Wir haben überhaupt keine Notwendigkeit, Mauern aufzurichten und eine isolierte Position, wie es der Herr Kickl will, zu machen", so Pelinka. Gerhard Zeiler wäre ein absoluter "Anti-Kickl", ist sich der Medienberater sicher.
"Arbeiterbub aus Ottakring"
Gerhard Zeiler würde aufgrund seiner erfolgreichen Karriere als Manager gerade auch in ÖVP-Wählerschichten hineinbrechen. Zeiler ist ein klassischer Sozialdemokrat. Es ist ein Zeichen, dass "ein Arbeiterbub aus Ottakring durch Leistung es zu etwas bringen kann", so Pelinka.
Alle Länderchefs getroffen
Zeiler hat inzwischen alle Landesparteiobleute getroffen und auch von seinen Ambitionen informiert - das erfuhr oe24 aus der SPÖ. Auch ein neuerliches Treffen mit dem burgenländischen Landeshauptmann Hans Peter Doskozil ist offenbar geplant - Doskozil gilt ja als erklärter Gegner Zeilers.
Zweikampf Babler gegen Zeiler
Bei einem Zweikampf Babler gegen Zeiler käme dem Bundesvorstand dabei eine zentrale Rolle zu. Denn von der Parteizentrale bestätigt wird, dass dieses Gremium einen außerordentlichen Parteitag einberufen könnte. Das würde den Weg zu einem Machtwechsel deutlich leichter machen.
Denn Zeiler würde es sich ersparen, die rund 12.500 Unterschriften unter Parteimitgliedern zu sammeln, um eine vorzeitige Vorsitzenden-Wahl zu erwirken. Damit hat das Spitzengremium der SPÖ quasi die Zügel in der Hand, will man einigermaßen rasch ein Ergebnis haben.
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Das aktuelle Parteistatut ist nicht immer übermäßig klar. Aber an sich ist festgelegt, dass der Vorstand die Direktwahl acht Wochen vor dem Wahltag kundzumachen hat. Das ergäbe schon einmal einen zweimonatigen Wahlkampf innerhalb der Partei.
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