Eigentlich ist "Cat in the Hat" (Deutsch: Katze mit Hut) eine harmlose Kinderbuchfigur. Doch auf TikTok, Instagram und anderen Plattformen hat der Kater mit dem rot-weißen Hut inzwischen eine ganz andere Rolle bekommen: Er wird als unheimliche Gestalt dargestellt, die nachts vor Häusern auftaucht, Menschen verfolgt oder sogar bedroht.
Und aus dem Internet-Trend werden inzwischen teilweise reale Vorfälle.
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Verkleidete Personen sorgen für Angst
Besonders brisant ist ein Fall aus Coswig in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Dort soll eine Person im Katzenkostüm vor einem Wohnhaus gewartet haben. Eine Anwohnerin meldete der Polizei, dass die Gestalt einen Knüppel bei sich gehabt und fast eine halbe Stunde vor ihrem Haus ausgeharrt haben soll.
Die Polizei ermittelt. Laut Behörden soll eine solche verkleidete Person in Coswig bereits mehrfach gesehen worden sein.
Auch in Kanada wurde der Trend offenbar von einem echten Nachahmer aufgegriffen: Dort soll Ende August eine Person im "Cat in the Hat"-Kostüm ein Mädchen verfolgt und bis zu dessen Zuhause verfolgt haben. Die Polizei warnte anschließend ausdrücklich vor solchen Nachahmern.
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Für Österreich gibt es derzeit keinen bestätigten Polizeifall, bei dem eine als "Cat in the Hat" verkleidete Person Menschen verfolgt oder bedroht hätte.
Polizei warnt vor Nachahmern
Die deutschen Behörden nehmen den Trend trotzdem ernst. Sie warnen davor, andere Menschen gezielt zu erschrecken, zu verfolgen oder persönliche Daten wie Namen, Wohnorte und Schulen als mögliche "Ziele" zu verbreiten.
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Auch Eltern sollen mit Kindern und Jugendlichen über den Trend sprechen. Was online wie ein harmloser "Prank" aussieht, kann bei Betroffenen echte Angst auslösen.
Wer tatsächlich von einer Person verfolgt oder bedroht wird oder eine kostümierte Gestalt mit einem gefährlichen Gegenstand vor dem eigenen Haus entdeckt, sollte die Polizei verständigen.
Was steckt hinter dem Hype?
Der Trend entstand ursprünglich in sozialen Netzwerken. Die bekannte Figur aus dem Kinderbuch von Dr. Seuss wurde dabei in düstere Szenen eingebaut. Viele der Bilder und Videos sind offenbar mithilfe künstlicher Intelligenz entstanden.
Gerade deshalb wirken manche Aufnahmen täuschend echt: Die Gestalt steht scheinbar vor Häusern, an Fenstern oder auf dunklen Straßen.
Doch inzwischen gibt es eben auch echte Menschen im Kostüm. Damit wird es schwieriger, zwischen Internet-Fake und tatsächlichem Vorfall zu unterscheiden.
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