Nach Giftspritze

Papst kämpft um das Leben der Satanistin

Zwei Spritzen mit Pentobarbital sollten die verurteilte Mörderin töten – doch Christa Pike überlebte. Nun fordert auch Papst Leo XIV. die Umwandlung ihrer Todesstrafe.
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Nashville – Es sollte die Hinrichtung von Christa Pike werden. Doch der Versuch, die 50-Jährige im US-Bundesstaat Tennessee mit einer Giftspritze zu töten, scheiterte. Nach zwei verabreichten Dosen Pentobarbital war die Frau weiterhin am Leben und wurde schließlich in ein Krankenhaus gebracht. Dort befindet sie sich in kritischem Zustand.

Für Aufsehen sorgt der Fall nun auch im Vatikan. Papst Leo XIV. hatte sich bereits vor dem gescheiterten Hinrichtungsversuch für eine Begnadigung von Pike eingesetzt. Wie die italienische Zeitung "La Repubblica" berichtet, bat der Heilige Stuhl darum, die Todesstrafe in eine Haftstrafe umzuwandeln.

Stundenlang nach Vene gesucht

Besonders problematisch war offenbar bereits die Suche nach einem geeigneten Zugang. Nach Angaben von Pikes Anwalt Randy Spivey dauerte es rund eine Stunde, bis das Personal versucht hatte, einen intravenösen Zugang zu legen.

© APA/AFP/Tennessee Department of

Nach der Verabreichung der Medikamente soll sich Pikes Arm verfärbt haben. Ihr Anwalt berichtet zudem von Blasen und Verletzungen rund um die Einstichstellen. Medizinische Experten halten es für möglich, dass zumindest ein Teil des Pentobarbitals nicht direkt in die Blutbahn, sondern in das umliegende Gewebe gelangte.

Die genauen Umstände sind allerdings noch Gegenstand einer Untersuchung. Der Gouverneur von Tennessee, Bill Lee, ordnete nach dem Vorfall eine unabhängige Überprüfung an und setzte alle weiteren Hinrichtungen im Bundesstaat für den Rest des Jahres aus.

Papst lehnt Todesstrafe ab

Der Vatikan lehnt die Todesstrafe grundsätzlich ab. Im Fall von Christa Pike erhält diese Haltung durch den dramatischen Verlauf der gescheiterten Hinrichtung zusätzliche Aufmerksamkeit.

Auch Pikes Anwälte kämpfen nun erneut dafür, dass die Todesstrafe in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt wird. Pike war wegen des Mordes an der 19-jährigen Colleen Slemmer verurteilt worden. Die Tat beging sie 1995 im Alter von 18 Jahren.

Ob Pikes Todesurteil tatsächlich umgewandelt wird, ist weiterhin offen.

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