Anwalt: Tötung des libyschen Machthabers sei Kriegsverbrechen gewesen.
Die Familie des getöteten libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi will vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag gegen die NATO klagen. Grund sei die Verwicklung des Militärbündnisses in den Tod Gaddafis, sagte der französische Anwalt der Familie, Marcel Ceccaldi, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP in Paris. Der Angriff der NATO auf den Konvoi des fliehenden Gaddafi habe direkt zu dessen Tod geführt.
Die letzten Minuten in Gaddafis Leben
Gaddafi wurde verletzt, aber lebend gefasst.Der ehemalige libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi ist offenbar noch lebend in die Hand der Aufständischen gefallen
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Gaddafi wurde verletzt, aber lebend gefasst.In einem von Al-Arabija und CNN ausgestrahlten verwackelten Video soll Gaddafi zu sehen sein, wie er von Milizionären umringt wird.
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Gaddafi wurde verletzt, aber lebend gefasst.Er scheint noch auf eigenen Beinen zu stehen und zu wanken
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Nach Gaddafis Tod: Alle Reaktionen
Anders Fogh Rasmussen, NATO-GeneralsekretärDer NATO-Generalsekretär sieht mit dem Tod Gaddafis das "Ende des Schreckens" gekommen. Er kündigt an, dass die NATO den Militäreinsatz in Libyen in Absprache mit der UNO und dem libyschen Übergangsrat bald beenden werde.
Rasmussen rief die Angehörigen des Nationalen Übergangsrates zur Mäßigung auf und warnte vor Repressalien gegenüber Zivilisten und den verbliebenen Gaddafi-Anhängern.
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Barack Obama, Präsident der Vereinigten Staaten von AmerikaUS-Präsident Barack Obama hat den Tod des Ex-Diktators Muammar al-Gaddafi als "Ende eines langen und schmerzhaften Kapitels" bezeichnet. Das libysche Volk habe nun die Chance, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, sagte Obama. Die Libyer hätten aber auch eine "große Verantwortung", eine Regierung zu schaffen, die alle gesellschaftlichen Gruppen einschließe. Der Einsatz der NATO werde nach Gaddafis Tod jedenfalls "bald zu Ende gehen", so der US-Präsident.
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William Hague, britischer AußenministerDer britische Außenminister William Hague kritisiert die "außergerichtliche Exekution" von Gaddafi, seinen Familienmitgliedern und engsten Vertrauten. Ihm wäre es lieber gewesen, Gaddafi und seine Gefolgsleute hätten sich vor Gericht für ihre Taten verantworten müssen. Er werde angesichts des Todes von Muammar al-Gaddafi aber "sicher nicht in Tränen ausbrechen", fügte Hague in einem Interview mit dem Sender Sky News hinzu.
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