Wasserwüste im Ozean

Point Nemo: Am entlegensten Ort der Welt regnet es Raumschiffe

© Getty Images
Mitten im Südpazifik verbirgt sich ein Friedhof der Sonderklasse. Was hier in rund 4.000 Metern Tiefe ruht, ist einfach unglaublich.
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Wenn ausgediente Satelliten oder tonnenschwere Raumstationen aus dem All auf die Erde stürzen, dann schlagen sie nicht einfach per Zufall irgendwo ein. Die internationalen Raumfahrtbehörden haben ein ganz exaktes Ziel im Visier: den berüchtigten "Point Nemo".

Irgendwo im Nirgendwo

Wie das Wissenschaftsmagazin "Forschung und Wissen" in einem aktuellen Bericht enthüllt, befindet sich dieser Ort so weit weg von jeder Zivilisation wie kein anderer Punkt auf unserem Planeten. Verrücktes Detail: Die meiste Zeit über sind die Astronauten auf der Internationalen Raumstation (ISS) in rund 400 Kilometern Höhe die Menschen, die diesem Ort am nächsten sind!

Sicherster Ort für brennenden Schrott

Warum lassen die Forscher ihre Milliarden-Projekte ausgerechnet hier versinken? Ganz einfach: Die Gefahr, dass ein abstürzendes Weltraum-Teil ein Haus oder ein Schiff trifft, geht am Point Nemo gegen null. Deshalb wird der Abschnitt seit Jahrzehnten gezielt als Crash-Zone genutzt.

Was sich dort unten in eisigen 4.000 Metern Tiefe im Laufe der Jahre angesammelt hat, ist längst ein einmaliges "Unterwasser-Museum" der Raumfahrtgeschichte. Ausgediente Satelliten und sogar Teile der alten Raumstation Mir liegen hier in völliger Dunkelheit begraben. Da der Himmel über unseren Köpfen durch neue Satelliten-Mega-Konstellationen immer voller wird, bleibt Point Nemo auch in Zukunft die Endstation für unseren Weltraum-Schrott.

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