Ironie. Jeder, der das Verhältnis von Ex-SP-Kanzler Christian Kern und Burgenlands Hans Peter Doskozil 2017/18 kannte, staunt jetzt nicht schlecht. Denn neuerdings ist Kern „wirtschaftspolitischer Berater“ von Doskozil.
Bemerkenswert, weil die beiden Herren während der Kanzlerschaft von Kern ein ähnlich inniges Verhältnis hatten wie nun SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner und Doskozil.
Auch als Kern nicht mehr Kanzler war und Doskozil vom Verteidigungsminister zum Landesrat im Burgenland wurde, blitzten die Konflikte immer wieder auf. Der heutige Landeshauptmann „warnte“ etwa im August 2018 die SPÖ vor einer „grün-linken Fundi-Politik“, die er damals Kern attestierte.
Dieser wartete dafür ab, bis Doskozil als SPÖ-Chef im Burgenland festsaß, um dann als Bundesparteichef zu gehen und Pamela Rendi-Wagner vorzuschlagen. „Er hat damals alles gemacht, um Dosko zu verhindern“, sagen damalige Zeitzeugen.
In den vergangenen Monaten – mittlerweile arbeiten gleich mehrere Ex-Mitarbeiter von Kern entweder als Berater oder in Landesnahen Jobs im Burgenland – bemühte sich Doskozil um Kern.
Gemeinsame Allianz gegen Rendi-Wagner?
Rolle. In der SPÖ – vor allem in einigen Bundesländern – wundert man sich „über diese seltsame Achse“ und vermutet, dass „es um eine Allianz gegen Rendi-Wagner“ gehe. Was beide freilich bestreiten.
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