Festspiele

Großes Finale in Salzburg

Großes Finale in Salzburg
© APA
„Nabucco“ unter Muti als Schluss- und einer der Höhepunkte in Salzburg.
OE24 auf Google bevorzugen

Die letzten Salzburger Opernhöhepunkte sind ab heute drei konzertante Aufführungen von Verdis Nabucco unter der Leitung von Riccardo Muti. Der neapolitanische Pultstar, der als wichtigster Verdi-Dirigent gilt, hat die Produktion mit dem Orchester des Teatro dell’Opera di Roma, dessen Musikdirektor auf Lebenszeit er ist, schon im Juli mit großem Erfolg in Ravenna dirigiert.

„Verdi ist der Komponist des Lebens“, sagt Muti, der zum 200. Geburtstag seines Lieblingskomponisten das Buch Mein Verdi geschrieben hat. „Und ganz sicher der Komponist meines Lebens.“ Über den Unterschied zwischen den Jahresregenten Verdi und Wagner meint er: „Bei Verdi dauert ‚Ich liebe dich‘ drei Sekunden, bei Wagner 25 Minuten. Toscanini hat es so formuliert: Während sich bei Wagner ein Liebespaar vorstellt, hat es bei Verdi schon drei Kinder gemacht.“
(E. Hirschmann)

Die Kultur-Highlights des Jahres 2012


1 / 223

Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi

Kunsthalle Wien 2013/14: Von Thomas Bernhard bis Constantin BrancusiVon Thomas Bernhard bis Constantin Brancusi reichen die Pläne, die der neue Leiter der Kunsthalle Wien, Nicolaus Schafhausen am 10. Jänner bekannt gegeben hat. Ein reduziertes, eher divers wirkendes Programm, das mit dem in den Presseunterlagen formulierten "prägnanten Profil" ("Thematische Gruppenausstellungen, Einzelpräsentationen internationaler KünstlerInnen, Retrospektiven bekannter VertreterInnen der Gegenwartskunst sowie Ausstellungen bislang noch weniger bekannter KünstlerInnen") noch nicht viel zu tun hat. In-Künstler findet man im Gegensatz zu früher nicht. Schafhausen: "Es geht selbstverständlich nicht um die Replizierung von Trends, sondern um die Kenntnis der Diskurslage."

© Stephan Wyckoff

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus Erl

Schnörkellos-leichter "Figaro" im neuen Festspielhaus ErlBot der Eröffnungsfestakt am 26. Dezember noch eine wilde Mischung aus Donizetti und Bartok, so hatte das neue Festspielhaus in Erl seine wahre Feuertaufe mit Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu bestehen. Gustav Kuhn startete das Opernprogramm der ersten Winterfestspiele im kleinen Tiroler Dorf in seiner bewährten Doppelfunktion als Regisseur und Dirigent mit einer schnörkellosen Da Ponte-Produktion. Dabei strich der Maestro die Stärken dieses architektonischen und vor allem akustisch gelungenen neuen Festspielhauses heraus. Allgemeine Jubelsalven für Kuhn und seine vorwiegend jungen Sänger nach einem langen Mozart-Abend.

© tirolerfestspiele.at

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg

Staatsoper: Salzburger "Ariadne auf Naxos" als Wiener Erfolg Kommt der Prophet nicht zum Berg, kommt der Berg zum Propheten: Nach der dissensbedingten Absage von Dirigent Franz Welser-Möst, der 2013 bei den Salzburger Festspielen mit Sven-Eric Bechtolf die "Cosi fan tutte" hätte inszenieren sollen, feierte am Mittwochabend (19. Dezember) die "Ariadne auf Naxos" der heurigen Festspiele in der Wiener Staatsoper ihre umjubelte Premiere - mit Welser-Möst am Pult und Sven-Eric Bechtolf als Regisseur. Vornehmlich auf sängerischer Ebene bot der begeistert aufgenommene Abend einige echte Entdeckungen.

© APA/HERBERT P. OCZERET

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden