Protest in Paris

Wut-Welle: Studenten blockieren Louvre-Eingänge

Ein Jugendlicher hält ein Flugblatt vor dem Louvre, während Protestierende den Eingang blockieren.
© APA/AFP/DIMITAR DILKOFF
Der Louvre hat wegen einer Blockade geschlossen – ausgerechnet am Jahrestag des historischen 88-Millionen-Raubs.
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Der Louvre hat wegen der Proteste in Frankreich seine Türen zu Beginn der Woche nicht wie gewohnt geöffnet. Das Museum sei aufgrund einer studentischen Protestbewegung derzeit geschlossen, teilte das weltbekannte Kunstmuseum auf seiner Webseite sowie in sozialen Medien mit. Es bat, "die entstandenen Unannehmlichkeiten" zu entschuldigen.

Wie französische Medien berichteten, war der Zugang von Studierenden blockiert, die damit die seit Wochen stattfindenden Schulproteste unterstützen und mutmaßliche Polizeigewalt anprangern wollen.

Demonstranten blockieren einen Eingang des Louvre-Museums in Paris und halten eine rot-gelbe Fahne.
Demonstranten blockieren einen Eingang des Louvre-Museums in Paris und halten eine rot-gelbe Fahne. © APA/AFP/DIMITAR DILKOFF

Demnach gab die Gewerkschaft CGT, die zwar nicht an der Aktion teilnehme, diese aber unterstütze, an, dass das Museum mindestens bis Mittag geschlossen bleiben solle. Schülerinnen und Schüler demonstrieren seit Ende September insbesondere für eine bessere Ausstattung der Schulen, mehr Lehrkräfte und bessere Lernbedingungen.

Menschenmenge steht vor dem Louvre-Museum, das durch Absperrungen und Sicherheitspersonal geschützt wird.
Besucher warten außerhalb eines abgesperrten Bereichs, während Demonstranten, darunter Studierende der École du Louvre, den Eingang des Louvre-Museums blockieren. Sie wollen damit ihre "Unterstützung" für die Bewegung der Schülerinnen und Schüler ausdrücken und Polizeirepressionen anprangern (Paris, 19. Oktober 2026) – zwei Tage nach Krawallen und Plünderungen am Rande landesweiter Demonstrationen gegen die hohen Lebenshaltungskosten. Die französischen Behörden versuchten händeringend, den Unmut in der Bevölkerung einzudämmen, der Massendemonstrationen anheizte, die am Wochenende in einigen der schwersten Straßenausschreitungen der letzten Jahre gipfelten. Rund eine halbe Million Menschen gingen in ganz Frankreich auf die Straße, um gegen die steigenden Lebenshaltungskosten zu protestieren – der Höhepunkt von vier Wochen andauernden Protesten, die mit Schülern begannen, die bessere Bedingungen an ihren Schulen forderten. © APA/AFP/DIMITAR DILKOFF

Die Aktion findet zwei Tage nach dem großen landesweiten Protesttag gegen hohe Lebenshaltungskosten in Frankreich statt, der in zahlreichen Städten von Ausschreitungen und schweren Schäden begleitet war. Darüber hinaus jährt sich an diesem Montag der spektakuläre Einbruch im Louvre, bei dem Schmuckstücke im geschätzten Wert von 88 Millionen Euro gestohlen wurden.

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