Das sagt ÖSTERREICH

Wie lange schaut SPÖ bei Bablers Selbst-zerstörungstrip noch zu?

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Ein Kommentar von oe24-Chefredakteur Niki Fellner.
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Andreas Babler hat geschafft, was kaum jemand für möglich gehalten hat. In der aktuellen Lazarsfeld-Umfrage hat die SPÖ ihren bisher historischen Tiefstand noch einmal unterboten: 15 Prozent ist das schlechteste Ergebnis, das die Partei in ihrer Geschichte jemals hatte. Das sind noch einmal 6 Prozent (!) weniger als bei der letzten Wahl. Fast ein Drittel der SPÖ-Wähler hat den Roten in den letzten zwei Jahren den Rücken gekehrt.

Babler selbst ist ein Mühlstein für seine Partei: Bei einer Kanzler-Direktwahl liegt er mittlerweile hinter (!) Grünen-Chefin Leonore Gewessler. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis die Grünen auch in der Sonntagsfrage an der SPÖ vorbeiziehen.

Wer sich Andreas Babler diese Woche im Sommergespräch angetan hat, wird freilich wenig verwundert über diese Zahlen sein. Statt eines Befreiungsschlags legte der Vizekanzler einen von Polit-Floskeln und Fake-News gezeichneten Desaster-Auftritt hin. Übrig bleibt, dass er privaten Krankenhäusern 200 Millionen Euro streichen will, was zu Recht zu einem Aufschrei quer über alle Parteien geführt hat.

Dabei hat Babler sowohl das mit Abstand größte und teuerste Kabinett aller Regierungsmitglieder. Aber scheinbar fand es keiner der Babler-Mitarbeiter der Mühe wert, seinen Chef vor seinem Verbal-Unfall zu warnen.

Wie lange will die SPÖ beim Babler'schen Selbstzerstörungstrip eigentlich noch zuschauen? Bis man in Tirol aus dem Landtag fliegt? In Oberösterreich hinter den Grünen landet? Oder den Kärntner Landeshauptmann verliert?

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