Ins All geschossen

High-Tech-Satellit soll Unwetter besser vorhersagen

Blick aus dem All auf die Erde mit Wolkenfeldern und einer leuchtend blauen Atmosphäre.
© Getty Images
Der neue Wettersatellit MTG-I2 ist erfolgreich in den Orbit gestartet. Das System soll in Zukunft extremere Wetterlagen und Waldbrände über Europa deutlich schneller erfassen.
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Mit einer Ariane-6-Rakete hob der Wettersatellit Meteosat Third Generation Imager 2, kurz MTG-I2, vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana ab. Die Kommunikation mit der Erdumlaufbahn steht bereits und die Solarpaneele zur Energieversorgung wurden ausgefahren. In den nächsten zwei Wochen schiebt sich das Gerät Schritt für Schritt auf seine Zielposition in rund 36.000 Kilometern Höhe über der Erde. Im Anschluss folgen umfassende Tests und die Kalibrierung der Instrumente.

Bilder im Minutentakt geliefert

Über den integrierten Rapid-Scan-Service sendet das System alle 2,5 Minuten frische Aufnahmen von Europa und Nordafrika. Das ermöglicht es Meteorologen, auch in Österreich rasch aufziehende Gewitterzellen nahezu durchgehend zu überwachen. Bei drohendem Hagel, schweren Sturmböen, Stürmen oder Sturzfluten zählt jede Minute, damit Warnungen rechtzeitig herausgegeben werden können.

Hohe Auflösung für Details

Verantwortlich dafür ist der verbesserte "Flexible Combined Imager", dessen vier hochauflösende Kanäle Strukturen von bis nach 500 Metern Genauigkeit abbilden. Der Datenfluss verdoppelt sich damit im Vergleich zur Vorgängergeneration.

Erkennung von Bränden verbessert

Neben Unwettern geraten auch aktive Waldbrände in den Fokus. Spezielle Messkanäle erfassen Feuer sowie die Ausbreitung von Rauch präziser, um Einsatzkräften wertvolle Zeit zu verschaffen. Gemeinsam mit den Systemen Meteosat-12 und MTG-S1 bildet die Apparatur die vollständige Konstellation der dritten Meteosat-Generation. EUMETSAT-Generaldirektor Phil Evans betont, dass mit MTG-I2 das volle Potenzial dieses europäischen Systems erschlossen werde, um Wetterdiensten verlässliche Daten zu liefern.

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