Schon im Herbst

US-Geheimdienst: Putin plant Angriff auf die NATO

Ein Mann im Anzug spricht bei einer Konferenz mit Mikrofon und russischer Flagge im Hintergrund.
© EPA
Russlands Präsident Wladimir Putin könnte schon diesen Herbst versuchen, die Entschlossenheit der NATO mit einem begrenzten Angriff auf einen Mitgliedstaat auf die Probe zu stellen.
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Das geht laut dem "Wall Street Journal" aus Einschätzungen US-amerikanischer Geheimdienste hervor. Die möglichen Szenarien reichen demnach von Cyberattacken und Sabotage bis zu einem räumlich begrenzten Vorstoß russischer Bodentruppen.

Ein Mann im Anzug sitzt an einem Tisch mit Mikrofonen und einer russischen Fahne im Hintergrund.
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Noch vor einiger Zeit gingen US-Analysten davon aus, dass Putin während des Krieges gegen die Ukraine einen direkten Konflikt mit der NATO vermeiden würde. Diese Einschätzung habe sich laut "WSJ" jedoch zu Jahresbeginn verändert. Grund dafür sei unter anderem der zunehmende Druck auf den Kreml, im Ukraine-Krieg einen Erfolg vorzuweisen. Sollte Putin politisch oder militärisch weiter unter Druck geraten, könnte sein Vorgehen demnach unberechenbarer werden.

Moskau will Westen testen

US-amerikanische und europäische Politiker sehen laut "Wall Street Journal" bereits Anzeichen dafür, dass Russland die Reaktionsfähigkeit des Bündnisses auslotet. Als Beispiele werden Vorfälle mit russischen Marschflugkörpern in Polen sowie Drohnen genannt, die in den rumänischen Luftraum eingedrungen sein sollen.

Das Ziel eines möglichen begrenzten Angriffs wäre demnach nicht unbedingt die Eroberung größerer Gebiete. Vielmehr könnte Moskau testen, wie geschlossen die NATO reagiert und ob es gelingt, die USA von ihren europäischen Verbündeten zu trennen.

Schon diesen Herbst möglich

Die US-Geheimdienste halten ein solches Szenario dem Bericht zufolge zwischen Herbst 2026 und 2029 für möglich. Ein tatsächlicher Landangriff gilt dabei als das unwahrscheinlichste Szenario. Die Gefahr könne jedoch mit der Zeit zunehmen.

Ein Angriff auf einen NATO-Staat hätte weitreichende Folgen: Artikel 5 des Nordatlantikvertrags sieht im Fall eines bewaffneten Angriffs auf ein Mitglied eine gemeinsame Reaktion des Bündnisses vor.

Gleichzeitig gibt es innerhalb der NATO Sorgen über die verfügbaren Munitionsbestände. Laut "WSJ" fehlen teilweise wichtige Raketen und Luftabwehrsysteme, darunter Patriot-Abfangraketen. Vertreter des US-Verteidigungsministeriums und des Weißen Hauses widersprachen jedoch der Darstellung, wonach die USA über zu wenig Munition verfügten.

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