USA

Heftiger Quoten-Flop für "Trump-TV"

Ein Mann im Anzug mit roter Krawatte streckt die Hand aus, unscharfer Hintergrund mit Menschen.
© IMAGO/ZUMA Press Wire
Nach dem Streit mit führenden US-Medien hat Donald Trump einen eigenen Livestream gestartet. Doch der Kanal Trump TV verzeichnet bisher enttäuschende Zuschauerzahlen auf YouTube.
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Als laufendes Angebot bewirbt das Weiße Haus den YouTube-Kanal als einen 24/7-Livestream mit den größten Momenten Trumps und seiner Regierung. Der Start des Kanals erfolgte nach einer Eskalation im Konflikt mit US-Medien. Zuerst hatte der US-Präsident die Medien CNN, MS NOW und "Politico" aus dem Weißen Haus verbannt. Daraufhin erklärten sich andere TV-Sender solidarisch und boykottierten die Live-Berichterstattung rund um das Staatsoberhaupt. Als Reaktion brachte Trump seinen eigenen Kanal unter dem Slogan "Der essenzielle Kanal" auf der Website des Weißen Hauses sowie auf YouTube an den Start.

Ein Mann im Anzug hebt die Hand in die Kamera, unscharfer Hintergrund mit Lichtern.
© IMAGO/ZUMA Press Wire

Schwache Quoten zum Sendestart

Der Auftakt verlief aus Sicht der Live-Zuschauerzahlen überschaubar. Am Montag um 19 Uhr Ortszeit gingen die Übertragungen live. Auf YouTube verfolgten zu Beginn lediglich 8.000 Menschen das Programm. Bereits 90 Minuten später halbierte sich die Zuschauerschaft. Gegen 21 Uhr sahen noch 3.000 Personen zu, am Dienstagabend zur Hauptsendezeit verblieben rund 1.300 Live-Zuschauer. Der YouTube-Kanal konnte bis dahin allerdings bereits 3,2 Millionen Abonnenten sammeln. Die Kommentar-Funktion blieb dabei ausgeschaltet.

Bisherige Inhalte des Programms

Inhaltlich zeigt der Sender bisher größtenteils ältere Reden des Präsidenten, seine Vereidigungsfeier am Kapitol im Januar 2025, eine Boxshow vor dem Weißen Haus sowie patriotische Dokumentationen. Neueren Datums sind Beiträge wie seine Rede vor der UN-Vollversammlung, die Unterzeichnung des Grönland-Abkommens mit Dänemark, ein Treffen mit dem britischen Premier Andy Burnham sowie weitere Ereignisse der "UN-Woche" in New York.

Geteilte Reaktionen auf Angebot

Die Reaktionen auf den neuen Kanal fallen unterschiedlich aus. Während einige Anhänger des Präsidenten den direkten und ungefilterten Draht zu den Bürgern begrüßen, veralbern Kritiker das Projekt als "Staats-TV" oder Propaganda-Sender nach dem Vorbild von Ländern wie Nordkorea, China oder Russland.

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