Einige davon tödlich

UNO warnt vor Fake-Medikamenten

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Die UNO hat vor Gesundheitsgefahren durch den Handel mit illegalen Medikamenten in Zentralafrika gewarnt.
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Er stelle eine "erhebliche Gefahr für die öffentliche Gesundheit" dar, hieß es in einem am Dienstag vom UNO-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichten Bericht. Es geht um gefälschte, minderwertige oder nicht zugelassene Medikamente sowie Arzneimittel, die aus offiziellen Beständen abgezweigt wurden.

Zu ihnen gehören Antibiotika, Malariamittel, Schmerzmittel, Entzündungshemmer sowie psychoaktive Substanzen wie Tramadol und Pregabalin und HIV-Medikamente. Den Angaben zufolge wurden zwischen 2020 und 2025 in Kamerun, Gabun, dem Tschad, der Republik Kongo, Äquatorialguinea und der Zentralafrikanischen Republik insgesamt mindestens 251 Tonnen Arzneimittel aus dem Verkehr gezogen. Erst im September beschlagnahmte der Zoll in Gabun 17.000 Tramadol-Tabletten.

Sechs Länder mit "schlechtesten Gesundheitsindikatoren" weltweit

Gegenstand der Untersuchung waren die sechs Länder der Zentralafrikanischen Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft (Cemac), also Kamerun, die Zentralafrikanische Republik, der Tschad, die Republik Kongo, Gabun und Äquatorialguinea. Sie sind den Angaben zufolge die Staaten mit den "schlechtesten Gesundheitsindikatoren" weltweit. Befeuert werde der Handel mit illegalen Medikamenten durch die Kluft zwischen dem eingeschränkten Zugang zu Arzneimitteln und dem tatsächlichen Bedarf.

Folgen des Handels mit illegalen Medikamenten seien "versagende Therapien, Vergiftungen und vermeidbare Todesfälle" sowie Antibiotika-Resistenzen, erklärten die Experten. Nach früheren WHO-Angaben wird die Einnahme gefälschter Medikamente jährlich mit hunderttausenden Todesfällen in Verbindung gebracht.

Der Handel mit den gefälschten Medikamenten befeuert dem Bericht zufolge auch die organisierte Kriminalität "und schwächt öffentliche Institutionen". In den zentralafrikanischen Ländern seien zahlreiche bewaffnete Gruppen an dem Handel beteiligt, die darüber hinaus öffentliche Gesundheitseinrichtungen plünderten oder Abgaben von Konvois verlangten.

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