Ballon D'Or

Trotz 61 Toren: Bayern-Legende Müller übergeht Kane

Harry Kane und Thomas Müller lachen und umarmen sich nach einem Fußballspiel.
© Getty Images
Am 26. Oktober wird der Ballon d’Or für den besten Fußballer der Saison vergeben, der frühere DFB-Nationalspieler setzt auf zwei Franzosen. Seine Begründung: Neben Torgefahr zählt für ihn auch ein "Schuss Magie".
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Harry Kane erzielte in der vergangenen Saison 61 Tore für Bayern. Auf die Favoritenliste von Thomas Müller schaffte er es trotzdem nicht. Vor der Ballon-d’Or-Verleihung am 26. Oktober in London nennt die Bayern-Legende in ihrem Newsletter zwei andere Namen: Michael Olise und Kylian Mbappé.

Die beiden hätten ihn mit ihrer "individuellen Performance am meisten begeistert". Ein Bayern-Star ist damit dabei. Nur eben nicht Kane.

Müller setzt auf Magie

"Im Detail schaffen sie es, mit ihrer Finesse und Power effizient zu sein und das Ganze auch noch ultraleicht aussehen zu lassen", schwärmt Müller. "Das ist für mich das Material für einen Weltfußballer. Es braucht einfach einen Schuss Magie."

Besonders Olises Distanzschüsse haben es ihm angetan: "Ist zwar nichts Neues, wie er die Dinger von außerhalb des Sechzehners verwandelt, und dennoch immer wieder eine Schau."

Die Zahlen passen zum Lob: Olise sammelte in der vergangenen Saison 53 Torbeteiligungen in 57 Partien und lieferte bei der WM sieben Vorlagen. Mbappé kam beim Turnier auf zehn Tore und vier Assists.

Zwei französische Fußballspieler jubeln sich mit erhobenen Händen auf dem Spielfeld zu.
Kylian Mbappé und Michael Olise verzaubern die Fußballwelt. © Getty Images

Kane hat Tore, Kroos einen anderen Favoriten

Kanes Bewerbung kann sich ebenfalls sehen lassen: 61 Treffer in 51 Pflichtspielen, das Double mit Bayern und der Goldene Schuh für seine 36 Bundesliga-Tore. Müller setzt dennoch auf die beiden Franzosen.

Sein ehemaliger Teamkollege Toni Kroos hat wiederum einen ganz anderen Favoriten: Khvicha Kvaratskhelia. "Kvara wird’s wahrscheinlich nicht, aber für mich die recht klare Eins!", schrieb er auf Instagram.

Der Georgier gewann mit Paris Saint-Germain die Champions League und die französische Meisterschaft. In der Königsklasse steuerte er zehn Tore und sieben Vorlagen bei. Bei der WM fehlte ihm die Bühne: Georgien war nicht qualifiziert.

Über den Ballon d’Or entscheidet eine internationale Journalistenjury. Bewertet wird die Saison 2025/26 einschließlich der Weltmeisterschaft.

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