Rekord-Hitze

Trotz 40 Grad: Kein Run auf Wiener Bäder

Junge Menschen feiern und lachen zusammen in einem Pool bei Sonnenuntergang.
© Getty Images
Den extremen Temperaturen und Hitzewellen zum Trotz blieben die Wiener Freibäder heuer noch hinter den ganz großen Besucheranströmen zurück.
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Ein Blick auf die Wettervorhersage zeigt, dass Wien echte "Hundstage" bevorstehen. Dabei erlebte die Bundeshauptstadt bereits vor einem Monat einen rekordverdächtigen Sommerstart mit Temperaturen bis zu 40 Grad. Die Badbetreiber jubelten, denn: Allein der Juni lockte insgesamt 712.000 Badegäste in die Freibäder der Stadt - der stärkste Tag fiel auf den 28. Juni mit 88.300 Besuchern. Die große Hitze sorgte zwar für volle Liegewiesen, einen neuen Besucherrekord brachte sie allerdings nicht.

Im Juli änderte sich alles schlagartig: Wechselhaftes Wetter mit Wind, Wolken und kühleren Temperaturen ließ den Ansturm rasch abflauen. Betreiber klagten sowohl über zu niedrige als auch zu hohe Temperaturen. Bei extremer Hitze nämlich würden viele Menschen die Belastung der An- und Abreise zum Bad scheuen oder lieber gleich an kühleren Orten bleiben.

Kinderfreibad mit Rutsche und Becken, umgeben von Bäumen und Wohnhäusern in Wien.
Das Familienbad in der Reinlgasse. © Stadt Wien

Auch für das Personal und die Wartung der Anlagen ist das wechselhafte Wetter eine Herausforderung. Denn neben den schwankenden Besucherzahlen kämpfen die Bäder mit steigenden Energie- und Betriebskosten. Einerseits muss das Wasser in den Becken bei Schlechtwetter geheizt werden, um die Durchschnittstemperatur von 25 Grad beizubehalten. Andererseits erhöhen besonders heiße Tage den Bedarf an Frischwasser und Wasseraufbereitung, wozu entsprechend Chemie benötigt wird - und die kostet Geld. Ob in der anstehenden Hitzewelle doch noch ein neuer Besucherrekord gelingt, werden bereits die kommenden Tage zeigen.

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