Touri-Abzocke

Italien: 120 Urlauber buchen Fake-Ferienwohnung

© Google Maps
Sie freuten sich auf Sonne, Meer und Urlaub – doch bei der Ankunft wartete der große Schock: Die gebuchte Ferienwohnung existierte offenbar gar nicht. Mehr als 120 Reisende sollen in Italien auf eine dreiste Betrugsmasche hereingefallen sein.
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Die angebliche "Residenza Turci" nahe Rimini lockte Urlauber mit schönen Bildern und einem attraktiven Angebot. Gebucht wurde zunächst über die Plattform Booking.com. Danach kam jedoch die entscheidende Wendung: Die Gäste wurden per WhatsApp kontaktiert und zu einer direkten Überweisung außerhalb der Plattform gedrängt.

Als die Familien schließlich mit ihren Koffern an der Adresse ankamen, folgte die Ernüchterung. Statt einer Ferienunterkunft fanden sie lediglich ein gewöhnliches Wohnhaus vor. Laut italienischen Medien tauchten dort immer wieder verzweifelte Urlauber auf, die glaubten, eine Unterkunft gebucht zu haben.

Betrüger nutzten echte Bilder einer Wohnung

Besonders dreist: Die verwendeten Fotos sollen tatsächlich eine echte Wohnung in dem Gebäude zeigen. Dadurch wirkte das Angebot seriös. Offenbar wurden Bilder einer bestehenden Unterkunft ohne Zustimmung übernommen und für die Fake-Anzeige verwendet.

Die Carabinieri ermitteln mittlerweile wegen des Betrugs. Zahlreiche Urlauber haben Anzeige erstattet. Wer hinter der Masche steckt und wie viele Menschen tatsächlich betroffen sind, ist bisher unklar. Auch deutsche Touristen könnten unter den Opfern sein.

So schützen Sie sich vor Fake-Unterkünften

Ganz verhindern lässt sich Ferienwohnungsbetrug leider nicht. Einige Warnzeichen sollten Urlauber aber ernst nehmen:

  • Vorsicht, wenn nach der Buchung plötzlich per WhatsApp oder E-Mail eine Direktzahlung angeboten wird.
  • Besonders günstige Angebote mit Zeitdruck („nur noch heute verfügbar“) können eine Falle sein.
  • Bewertungen genau prüfen: Fehlende oder auffällig ähnliche Rezensionen sind ein Warnsignal.
  • Kommunikation möglichst über das Nachrichtensystem der Buchungsplattform führen.
  • Wenn möglich, mit Zahlungsmethoden mit Käuferschutz zahlen – reine Überweisungen sind oft schwer zurückzuholen.

Der Fall an der italienischen Adriaküste zeigt: Auch bei bekannten Buchungsplattformen sollten Urlauber wachsam bleiben. Ein schönes Foto und ein günstiger Preis sind keine Garantie dafür, dass die Unterkunft am Ende wirklich existiert.

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