Politik-Insider

Stockers neue Geheimstrategie

Ein Mann im Anzug spricht in einem Interview mit einer Frau im gepunkteten Kleid.
© APA/ROLAND SCHLAGER
Seine Strategen wollen, dass er FPÖ-Kurs & Neos-Kurs übernimmt.
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Keine Frage, die Strategen von ÖVP-Bundeskanzler Christian Stocker haben zumindest eine theoretische Strategie: Sie wollen, dass er einerseits die Themen der FPÖ abdichte, andererseits jene der Neos teilweise übernehme. So erkläre sich, dass er die Forderung von FPÖ-Chef Herbert Kickl nach einem Verbot des politischen Islam übernommen habe.

Kenner der ÖVP gehen davon aus, dass dieser Tipp von ÖVP-Berater Gerald Fleischmann gekommen sei. Ob diese noch aufgehen könne? Die "Zeiten von Sebastian Kurz sind vorbei", meinen andere Strategen.

Wie auch immer. In der ÖVP gibt es aber auch jene Teile, die Richtung Neos und allfällige neue Parteien abdichten wollen. So sei die Erklärung eines de facto Kinder-Wertpapier-Depots zu verstehen. In der ÖVP scheint man sich zunehmend darauf einzustellen, dass etwa Unternehmer Stefan Zöchling mit einer eigenen Liste antreten und ÖVP-affine sowie wirtschaftsliberale Neos-Wähler ködern könnte.

"Strategie soll
 Länder beruhigen"

Mit diesen Versuchen, wieder selbst Themen zu setzen, sollen auch "die extrem nervösen Länderchefs der ÖVP beruhigt" werden. In Teilen der ÖVP wolle man "rechtzeitig vor Landtagswahlen aus der Regierung aussteigen".

Das sei jetzt eine Möglichkeit, "noch einmal einen Turnaround zu schaffen", so ÖVPler, die offenbar auch nervös auf Gerüchte, dass Medienmanager Gerhard Zeiler in die Politik einsteigen könne, reagieren. Ob diese Taktik der ÖVP wirklich hilft?

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