Pontifex im Spital

Große Sorge um Papst Leo: Bruder ruft zum Gebet auf

Ein Geistlicher im grünen Messgewand hält ein Kruzifix vor blauem Hintergrund.
© APA/AFP/STEFANO RELLANDINI
Papst Leo XIV. wird am Dienstag in das Agostino-Gemelli-Krankenhaus in Rom zwecks Entfernung eines Lungenknotens im frühen Stadium eingeliefert.
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Wann genau der Eingriff stattfindet, wurde vom Vatikan nicht mitgeteilt. Der Spitalsaufenthalt des Papstes dürfte eine Woche dauern. Alle Termine des Oberhauptes der römisch-katholischen Kirche wurden bis zum 20. Oktober abgesagt. Höchste Sicherheitsvorkehrungen wurden wegen der Spitaleinlieferung des Papstes ergriffen.

Der bei Papst Leo XIV. festgestellte Gewebeknoten wurde bei routinemäßigen Kontrolluntersuchungen entdeckt, hatte die Pressestelle des Vatikan auf Nachfrage von Journalisten am Montag mitgeteilt. Demnach wurde der Befund im Rahmen einer regulären Vorsorgeuntersuchung festgestellt und nicht aufgrund akuter Beschwerden, die weitere Untersuchungen erforderlich gemacht hätten, etwa einer Entzündung oder einer Infektion.

Journalisten mit Kameras und Zelt warten vor dem Agostino Gemelli Universitätsklinikum in Rom.
© EPA

Papst könnte von Balkon des Krankenhauses das Angelusgebet am Sonntag sprechen

Erwartet wird, dass der Papst auch über das Wochenende im Spital bleibt. Nicht ausgeschlossen wird, dass der Pontifex am Sonntag von einem Balkon des Krankenhauses das Angelusgebet spricht.

Mit der Ankunft des Papstes im Krankenhaus soll eine Flugverbotszone über dem gesamten Klinikgelände eingerichtet werden, berichtete die römische Tageszeitung "Il Messaggero". Einsatzkräfte sollen den Luftraum mit Hubschraubern, Drohnen und Anti-Drohnen-Systemen überwachen. Mithilfe spezieller Abwehrtechnik sollen unbefugte Beobachtungen aus der Luft verhindert werden. Darüber hinaus werden die Sicherheitskontrollen zum Schutz sämtlicher technischer Systeme der Klinik, insbesondere der IT-Netzwerke, verstärkt. Dafür soll hoch spezialisiertes technisches Personal eingesetzt werden.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Sicherheitskonzepts ist der Schutz der medizinischen Daten des Papstes. Es soll verhindert werden, dass Untersuchungsergebnisse oder Informationen über seinen Gesundheitszustand an die Öffentlichkeit gelangen. Zum Schutz der Privatsphäre des Kirchenoberhaupts werden klinische Untersuchungen, biologische Proben und Blutanalysen voraussichtlich unter alphanumerischen Codes oder Pseudonymen registriert und in den Laboren verarbeitet. Angesichts der Bedrohungen durch hybride Kriegsführung besteht zudem die Gefahr von Hackerangriffen.

Louis Prevost zeigt sich zuversichtlich

Der Bruder von Papst Leo XIV., Louis Prevost, rief die Gläubigen auf, für einen erfolgreichen Eingriff bei dem Kirchenoberhaupt zu beten. "Ich bitte Sie, ihn in Ihre Gebete einzuschließen, damit die Operation gut verläuft und es keine weiteren Komplikationen gibt", sagte Prevost der italienischen Zeitung "Corriere della Sera".

Louis Prevost zeigte sich zuversichtlich, dass sich der Papst vollständig erholen werde. "Ich bin sicher, dass er sich vollständig erholen und seine Aufgabe als Oberhaupt der katholischen Kirche fortsetzen wird", sagte der 74-Jährige, der in Florida lebt. Auch Louis Prevost selbst befindet sich nach Angaben der Zeitung derzeit wegen einer Krebserkrankung in den USA im Krankenhaus.

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