Laut Experten

Sonnenfinsternis 2026: So schützen Sie Ihre Augen richtig

Hand hält Sonnenfinsternisbrille vor die Sonne, Sonnenlicht scheint durch die Gläser.
© Getty Images
Am 12. August wird der Himmel über Österreich zum Schauplatz eines besonderen Naturspektakels: Eine partielle Sonnenfinsternis ist kurz vor Sonnenuntergang zu sehen. Doch beim Blick zur Sonne ist Vorsicht geboten, denn schon ein kurzer ungeschützter Blick kann die Netzhaut dauerhaft schädigen.
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Am 12. August 2026 ist es wieder so weit: In Österreich lässt sich eine partielle Sonnenfinsternis beobachten. Sie beginnt hierzulande gegen 19:22 Uhr, wobei bis zu rund 90 Prozent der Sonne vom Mond bedeckt werden können. Da das Ereignis bei Sonnenuntergang stattfindet, steht die Sonne dabei bereits sehr tief am westlichen Horizont. Gerade weil die Sonne zu dieser Zeit weniger blendet, kann die Beobachtung besonders tückisch sein. Der Eindruck, die Sonne sei durch die Finsternis "schwächer" und deshalb ungefährlich, ist nämlich falsch.

Warum ein Blick in die Sonne gefährlich ist

Beim direkten Blick in die Sonne treffen extrem intensive Licht- und Wärmestrahlung auf die empfindliche Netzhaut. Wird sie dabei geschädigt, kann das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigt werden. Das besonders Tückische: Die Netzhaut besitzt keine Schmerzrezeptoren. Man spürt deshalb nicht unmittelbar, dass gerade eine Verletzung entsteht. Wenn eine Sehbeeinträchtigung bemerkt wird, kann die Schädigung bereits eingetreten sein. Auch eine teilweise von Mond bedeckte Sonne bleibt gefährlich. Selbst wenn ein Großteil der Sonnenscheibe verdeckt ist, kann die verbleibende Strahlung ausreichen, um die Netzhaut zu schädigen.

Eine normale Sonnenbrille reicht nicht

Sonnenfinsternis mit leuchtender Korona und 85 % Bedeckung, aufgenommen in Wisconsin, USA.
Sonnenfinsternis mit 85% Bedeckung © Getty Images

Wer die Sonnenfinsternis beobachten möchte, braucht deshalb einen speziellen Augenschutz. Eine gewöhnliche Sonnenbrille ist dafür nicht geeignet, auch nicht, wenn sie besonders dunkel ist. Ebenso sollten keine improvisierten Lösungen wie CDs, rußgeschwärzte Gläser, Filmstreifen oder andere vermeintliche Filter verwendet werden. Sie bieten keinen zuverlässigen Schutz. Geeignet sind spezielle Sonnenfinsternis- oder Sonnenbeobachtungsbrillen, deren Filter die durchgelassene Strahlung extrem stark reduzieren. Geeignete Filter lassen nur etwa 0,001 Prozent des Sonnenlichts passieren.

Darauf sollten Sie beim Kauf achten:

  • Brillen wählen, die ausdrücklich für den direkten Blick in die Sonne geeignet sind.
  • Auf das CE-Zeichen achten.
  • Darauf achten, dass die Brille die geltende Norm DIN EN ISO 12312-2:2015 erfüllt
  • Brille sollte die Augen möglichst vollständig abdecken
  • Außerdem sollten sie breite Bügel haben, die seitlich einfallende Streustrahlung reduzieren.
  • Und vor allem sollte sie unbeschädigt sein.

Besonders wichtig: Die Filterfolie darf keine Kratzer, Löcher, Risse oder andere Beschädigungen aufweisen. Auch ältere Sonnenfinsternisbrillen sollten vor der Verwendung genau überprüft werden, im Zweifel ist eine neue, geprüfte Brille die bessere Wahl.

Auch mit Kamera und Fernglas ist Vorsicht geboten

Sie möchten das Ereignis fotografieren? Auch dann gilt: Nicht einfach durch die Kamera, ein Fernglas oder ein Teleskop in die Sonne schauen. Optische Geräte können das Sonnenlicht zusätzlich bündeln und dadurch besonders gefährlich für die Augen werden. Wer fotografieren möchte, benötigt einen geeigneten Sonnenfilter für das jeweilige Gerät. Dieser muss entsprechend der Konstruktion des Geräts korrekt angebracht werden. Auch der Kamerasensor kann durch direkte Sonneneinstrahlung beschädigt werden. Ein geeigneter Filter reduziert die Lichtmenge so weit, dass überhaupt erst eine brauchbare Aufnahme möglich wird.

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