Eltern

Social-Media-Verbot: Neue alarmierende Umfrage

© APA/dpa/Elisa Schu
Eine aktuelle Eurobarometer-Umfrage zeigt: 53 Prozent der österreichischen Eltern halten eine Social-Media-Altersgrenze für eine der wirksamsten Maßnahmen zum Schutz junger Menschen.
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Österreichs Regierung will ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige einführen. Eine neue Eurobarometer-Umfrage der Europäischen Kommission verleiht dem Vorhaben nun Rückenwind und zeigt, wie alarmiert Eltern über die Bildschirmnutzung ihrer Kinder sind.

Denn: Jeder zweite befragte Elternteil in Österreich findet, dass das eigene Kind zu viel Zeit vor Bildschirmen verbringt. Damit liegt Österreich deutlich über dem EU-Schnitt von 44 Prozent. Und: Auch bei der Nutzungsdauer liegt Österreich über dem EU-Mittelwert. 44 Prozent der Eltern empfinden die Nutzungsdauer als zu hoch, EU-weit sind es "nur" 39 Prozent.

Die Wahrnehmung der Eltern hinsichtlich der Bildschirm- und Social-Media-Nutzung ihrer Kinder. © Eurobarometer

Als effektivste Maßnahme für die Verbesserung der mentalen Gesundheit junger Leute nannten 53 Prozent der befragten Eltern (54 % EU-weit) zusätzliche Alterslimits und Beschränkungen.

Befragt wurden übrigens EU-weit 12.750 Eltern von Kindern zwischen 13 und 18 zwischen 30. März und 16. April. Davon entfielen 500 Personen auf Österreich.

Jugendministerin Claudia Bauer (ÖVP). © APA/GEORG HOCHMUTH

Ministerin: "Es braucht auch mehr Medienbildung"

Europa- und Jugendministerin Claudia Bauer (ÖVP) sieht sich durch die Umfrage jedenfalls bestätigt: "Die Zahlen zeigen sehr klar: Viele Eltern wünschen sich mehr Schutz für ihre Kinder. Und sie haben recht. Kinder kommen heute viel zu früh mit Inhalten in Kontakt, mit denen sie noch nicht umgehen können. Deshalb braucht es eine Altersgrenze für Social Media."

Aber: Ein Verbot alleine löse das Problem noch nicht. "Es braucht auch mehr Medienbildung und Unterstützung für Eltern und Schulen", so die Ministerin.

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