Nachwuchs

So süß: Doppelter Mähnenrobben-Segen in Schönbrunn

Eine Mähnenrobbe und ein Jungtier berühren sich mit den Nasen am Rand eines Gewässers.
© DANIEL ZUPANC
Im Tiergarten Schönbrunn gibt es doppelten Grund zur Freude: Gleich zwei Mähnenrobben-Jungtiere kamen Anfang und Mitte Juli zur Welt.
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Die kleinen Neuankömmlinge machen bereits lautstark auf sich aufmerksam und leben derzeit gemeinsam mit ihren Müttern im eigens eingerichteten Mutter-Jungtier-Bereich der Robbenanlage – für Besucher gut sichtbar.

Junges Seelöwenbaby liegt auf dem Boden und berührt sein Maul mit der Flosse.
Mit einem Gewicht von rund neun Kilogramm haben die Jungtiere noch einiges vor sich. © DANIEL ZUPANC

Robben-Babys erobern Schönbrunn

 "Bis sie zum Männchen dazustoßen, wird es noch ein wenig dauern, da wir den Tieren ausreichend Zeit und Ruhe geben möchten. Auch für unser Mähnenrobben-Männchen ist es derzeit eine besondere Phase. Während der Paarungszeit nimmt es kaum Nahrung zu sich. Das ist auch in der Wildbahn so. Daher finden das Training und die kommentierte Fütterung aktuell in einem angepassten Format statt", erklärt Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck.

Große Entdeckerlust am Werk

Noch bleiben die Jungtiere nah bei ihren Müttern, doch die Distanz wird bald größer. "Mit etwas Geduld können dann Besucherinnen und Besucher wunderbar beobachten, wie die beiden Robben-Jungtiere mehr und mehr ihre Umgebung erkunden und spielerisch kennenlernen", so Hering-Hagenbeck. Die ersten Schwimmversuche sind bereits geglückt – Mähnenrobben können nämlich von Geburt an schwimmen.

Gewichtsklasse. Mit rund neun Kilogramm haben die Kleinen noch einiges vor sich: Die Mütter bringen stattliche 145 Kilogramm auf die Waage, der Vater sogar rund 430 Kilogramm. Unter Wasser wirken selbst ausgewachsene Tiere fast schwerelos.

Mähnenrobben sind wahre Tauchprofis

 "Mähnenrobben verfügen über eine Reihe faszinierender Anpassungen, die ihnen das Leben am und im Meer ermöglichen. Die in Südamerika heimischen Tiere können bei Tauchgängen beispielsweise ihre Ohren und Nasenlöcher verschließen. Blut und Muskeln sind dank des Proteins Myoglobin dafür ausgestattet, besonders viel Sauerstoff zu speichern", erklärt Rupert Kainradl, zoologischer Abteilungsleiter. Eine Studie zeigt zudem, dass Tiere je nach Lebensraum ihre Tauchfähigkeit trainieren – in Südchile hält eine Mähnenrobbe den Rekord: 12 Minuten unter Wasser.

Kurzum: Zwei quirlige Jungtiere sorgen für Nachwuchsglück in Schönbrunn – und liefern nebenbei einen Einblick in die erstaunliche Tauchkunst der Mähnenrobben.

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