Topmodel

"Zu dick, zu dünn": Mirada bricht ihr Schweigen!

Sexy Dessous-Show: Austro-Model lässt in Cannes die Hüllen fallen
© Instagram
Sie gilt als eine der erfolgreichsten Model-Exporte Österreichs, doch während man sie in der Heimat lange Zeit schlichtweg ignorierte, eroberte Nadine Mirada im Sturm die internationalen Laufstege und den berühmten Fashion-Riesen Guess.
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Der Weg an die absolute Weltspitze war für die oberösterreichische Schönheitskönigin alles andere als vorgezeichnet. In der heimischen Modebranche stieß sie zu Beginn ihrer Karriere auf verschlossene Türen und verstaubte Klischees. "In Österreich wollte mich niemand", erinnert sich Mirada im MINDGAMES Podcast an die harten Anfänge zurück. Das Problem? Sie passte schlichtweg in keine der sturen Branchen-Schubladen: Für ein klassisches High-Fashion-Model galt sie als zu dick, für den Curvy-Markt hingegen schon wieder als zu dünn.

Sogar bizarre Ratschläge bekam die Schönheit von Beratern aufgetischt: Man habe ihr ernsthaft nahegelegt, einen Profi-Fußballer zu heiraten, um so die nötige mediale Aufmerksamkeit abzustauben. Oder eben einfach zehn Kilo zuzunehmen. Doch verbiegen ließ sich Mirada keineswegs: Sie wollte sich selbst treu bleiben und trat den Beweis an, dass echte Weiblichkeit keine starre Konfektionsgröße braucht.

Der Oscar-Coup & die Instagram-Sensation mit Guess

Weil man in der Heimat nichts mit ihr anzufangen wusste, ging das Model mit einer gehörigen Portion Naivität und der Parole "Fake it till you make it" aufs Ganze. Auf Instagram postete sie Fotos in Kleidern der Weltmarke Guess und markierte das Label verlässlich. Der Mut zahlte sich aus: Kein Geringerer als Guess-Mitbegründer Paul Marciano likte die Bilder und lud sie nach Los Angeles ein, falls sie einmal vor Ort sein sollte.

Die Chance ihres Lebens kam wie gerufen durch ein Gewinnspiel: Mirada staubte Tickets für die Oscar-Verleihung 2018 samt Flug nach L.A. ab! Angekommen in der Traumfabrik, knipste sie ein Foto mit Adriana Lima bei der Gala, schickte es an Marciano und stand am nächsten Tag prompt beim Test-Shooting auf der Matte. Das Resultat war ein absoluter Volltreffer: Sie landete auf Anhieb die weltweite Kampagne – und das ganz ohne Agentur im Rücken! Mittlerweile ist die Österreicherin seit acht Jahren eines der absolut prägenden Hauptgesichter des US-Riesen.

80 Prozent der Angebote fliegen raus

Heute blickt Nadine Mirada stolz darauf zurück, die veralteten Voraussetzungen der Modelwelt eigenhändig ins Wanken gebracht zu haben. In L.A. seien die Macher schlichtweg viel cooler und offen für echte Kurven gewesen.

Trotz des gigantischen Erfolgs und schwindelerregender Gagen ist das Topmodel auf dem Boden der Tatsachen geblieben. Ihre eiserne Regel im Showbiz: Haltung schlägt Geld. "Ich lehne 80 Prozent meiner Jobs ab, aber schon seit Tag eins", stellt der Export-Schlager fest. Wenn sie nicht voll und ganz hinter einer Marke stehen könne, mache sie es nicht – ganz egal, wie viele Nullen auf dem Scheck stehen. Eine Einstellung, die sie endgültig zur absoluten Ausnahme-Erscheinung macht!

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