14- bis 18-Jährige

Schaffner bedroht und attackiert: Jugendbande ausgehoben

Ein Schaffner kontrolliert Fahrkarten in einem belebten ÖBB-Zugabteil mit roten Sitzbezügen.
© ÖBB/Philipp Horak
"Kontrolliert weiter Tickets und ihr seid tot. Ihr wisst, Opi Kontrolleur hat 10- bis 15 Schläge bekommen." Acht Teenies und Jugendliche, die hinter diesen Drohungen und Attacken stecken, wurden jetzt ausgeforscht.
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NÖ. Sie nennen sich hnach einer Hamburger Hip-Hop-Gruppe, die sie verherrlichen und die wegen sexistischer und gewaltverherrlichender Texte kritisiert wird, "Straßenbande 187". Seit geraumer Zeit sorgt die Clique aggressiver junger Schwarzfahrer im Bezirk St. Pölten (NÖ) für Angst und Schrecken. Die 14- bis 18-Jährigen sollen Zugbegleiter bedroht, einen Schaffner zusammengeschlagen und zahlreiche Sachbeschädigungen (etwa an einem Verteilerkasten) verübt haben.

Wie der ORF NÖ nun berichtet, war es genau obiges Graffiti ("Kontrolliert weiter Tickets und ihr seid tot") auf einem Waggon auf der Zugstrecke von Wilhelmsburg in die Landeshauptstadt, das auf die Spur der insgesamt achtköpfigen Aggro-Passagier-Bande geführt hat.

Die Gewaltbereitschaft der Verdächtigen zeigte sich Anfang Mai, als ein Kontrolleur den schon mehrfach auffällig gewordenen Jugendlichen den Zugeinstieg verwehrte: "Dabei wurde er von einem zur Tatzeit noch 14-Jährigen mit mehreren Schlägen ins Gesicht körperlich attackiert, wobei er schwer verletzt wurde", bestätigt der Sprecher der Landespolizeidirektion, Johann Baumschlager, gegenüber noe.ORF.at. Auch das stand quasi als Bekenner-Nebensatz beim besagten Graffiti.

Weitere Straftaten trotz Anzeigen

Obwohl die ÖBB-Plagegeister wegen Körperverletzung, gefährlicher Drohung und Sachbeschädigung bereits angezeigt wurden, hören "ein oder zwei dieser Gruppe nicht auf, Sachverhalte zu setzen, die gerichtlich strafbar sind", so Baumschlager.

Laut Infrastrukturministerium wurden zwischen 2020 und 2025 österreichweit 1.549 Übergriffe auf Zugbegleiter sowie Service- und Kontrollteams registriert. Hinzu kommen 285 Attacken auf das ÖBB-Sicherheitspersonal.

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