Schieflage

Riesiger Schuldenberg: Traditionsbäcker pleite

Frau mit Zopf sortiert Brot in einem Regal in einer Bäckerei.
© Getty Images/Westend61
Die Bäckerei Engleder im oberösterreichischen Arnreit ist pleite. Über das Vermögen von Inhaber Simon Engleder wurde am Landesgericht Linz ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.
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Der Antrag für das Verfahren wurde vom Unternehmer selbst eingebracht. Wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) bekannt gab, ist eine Fortführung des Betriebs nicht geplant. Der Betrieb wurde bereits eingestellt.

Als Ursachen für die finanzielle Schieflage nennt der Unternehmer verschiedene Faktoren. So sind die Kosten für Material sowie Infrastruktur gestiegen. Zusätzlich verursachten veraltete Anlagen und Maschinen hohe Reparaturkosten. Ein weiterer schwerer Einschnitt ist, dass Engleder wegen eines Unfalls langfristig ausfällt. Gleichzeitig hat die hohe Belastung durch bestehende Fremdfinanzierungen im Verhältnis zu den erwirtschafteten Betriebsergebnissen die wirtschaftliche Lage weiter verschärft.

376.000 Euro an Passiva

Von der Insolvenz sind laut Gläubigerliste rund 70 Gläubiger betroffen, darunter auch zehn Dienstnehmer. Nach den zuletzt veröffentlichten Bilanzzahlen zum 31. Dezember 2025 beliefen sich die Passiva auf rund 376.000 Euro. Etwa 32.000 Euro davon entfielen auf Rückstellungen. Zudem bestehen offene Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten in der Höhe von rund 41.000 Euro.

Vermögen wird noch ermittelt

Zum Vermögen gehören unter anderem die Betriebsliegenschaft, die im vollständigen Eigentum der Bäckerei steht, sowie Fahrzeuge und Geschäftsausstattung. Letztere wiesen zum Jahresende 2025 einen bilanziellen Gesamtwert von etwa 60.000 Euro auf. Die Fahrzeuge wurden mit rund 20.000 Euro bewertet. Wie viel diese Gegenstände tatsächlich wert sind, muss erst ermittelt werden.

Sanierungsplan sieht Quote vor

Für die Gläubiger liegt ein Sanierungsplan vor: Simon Engleder bietet eine Quote von 20 Prozent an, die innerhalb von zwei Jahren bezahlt werden soll. Das benötigte Geld soll durch die Verwertung von Vermögen und eine Finanzierung durch Dritte aufgebracht werden. Forderungen können ab sofort über den Alpenländischen Kreditorenverband angemeldet werden.

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