Sieben Ausfälle!

Lazarett vor Anderlecht: Salzburg gehen die Spieler aus

Schock-Blick statt Vorfreude: Auch Haris Tabakovic weiß um die angespannte Personallage
© GEPA pictures/ Oliver Lerch
Nach Sieg, Niederlage und Remis soll in Belgien der nächste Europa-League-Erfolg her! Doch ausgerechnet vor dem Gastspiel am Donnerstag (18.45 Uhr/live CANAL+) beim RSC Anderlecht plagen Red Bull Salzburg massive Personalsorgen. Sieben Spieler fallen fix aus, bei zwei weiteren zittern die Bullen bis zuletzt.
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Für Red Bull Salzburg steht am Donnerstagabend in Brüssel einiges auf dem Spiel. Nach dem 1:0-Auswärtssieg bei Levski Sofia, der bitteren 0:4-Heimpleite gegen den AC Milan und dem 2:2 beim NK Celje wollen die Mozartstädter ihr Punktekonto in der Europa-League-Ligaphase weiter aufstocken. Doch vor dem Duell mit dem belgischen Traditionsklub RSC Anderlecht (ab 18:45 Uhr, HIER im Sport24-Liveticker) hat Trainer Danny Röhl ein gewaltiges Personalproblem.

Gleich sieben Spieler stehen den Bullen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Besonders bitter: Mit Kevin Boma droht ausgerechnet ein weiterer wichtiger Defensivspieler wegzubrechen. Der Innenverteidiger erwischte es beim 5:1-Kantersieg gegen Austria Lustenau. Eine Muskelverletzung in der Wade zwang ihn bereits zur Halbzeit in die Kabine. Sein Einsatz in Brüssel ist damit äußerst fraglich.

Dabei ist die Ausfallliste ohnehin schon lang genug: Enrique Aguilar (Oberschenkel), Sota Kitano (Knöchel), John Mellberg (Oberschenkel), Justin Omoregie (Sprunggelenk), Dominik Schmid (Knie) und Nikolas Veratschnig (Knie) fehlen definitiv. Sieben Ausfälle – keine einfache Ausgangslage für einen Europacup-Abend, an dem Salzburg dringend Zählbares mitnehmen möchte.

Zwei Hoffnungsträger für Röhl

Doch zwischen all den Hiobsbotschaften gibt es auch Grund zur Hoffnung. Vor allem bei Jesper Lindström stehen die Zeichen offenbar auf Comeback. Der Offensivspieler, der zuletzt mit starken Leistungen aufzeigte, kämpft mit einer Oberschenkelverletzung. Trainer Röhl gab zuletzt aber Entwarnungstendenzen: "Bei Jesper sieht es sehr gut aus."

Hoffnung gibt es bei Jesper Lindström.
Hoffnung gibt es bei Jesper Lindström. © IMAGO/Kirchner-Media

Auch Damir Redzic könnte noch rechtzeitig fit werden. Der Ungar laboriert an Hüftproblemen, absolvierte am Montag allerdings bereits Teile des Mannschaftstrainings. Röhl hofft entsprechend auf seine Rückkehr. Eine endgültige Entscheidung über einen Einsatz gegen Anderlecht steht noch aus.

Und auch Dominik Schmid hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Der Schweizer Linksverteidiger kämpft sich nach seinen Knieproblemen zurück und sieht Fortschritte. "Es wird besser. Ich hoffe, dass es sich bis Donnerstag ausgeht", erklärte er. Für Salzburg wäre ein rechtzeitiges Comeback eine willkommene Verstärkung.

Veratschnig muss weiter zuschauen

Für Kapitän ÖFB-Prof Nikolas Veratschnig kommt der Europacup-Auftritt in Belgien hingegen definitiv zu früh. Immerhin macht der Kärntner, der sich im Nations-League-Duell gegen Kosovo am Knie verletzte, Fortschritte: Zu Wochenbeginn absolvierte er bereits eine Laufeinheit. Sein nächstes Ziel ist die Rückkehr ins Mannschaftstraining während der Länderspielpause im November. Dabei will er allerdings nichts überstürzen.

Beim Spiel gegen den Kosovo zog sich Nikolas Veratschnig eine Knieverletzung zu.
Beim Spiel gegen den Kosovo zog sich Nikolas Veratschnig eine Knieverletzung zu. © GEPA pictures

Geduld ist auch bei Sota Kitano und John Mellberg gefragt. Der japanische Spielmacher (Knöchel) und der Schwede (Oberschenkel) werden den Salzburgern noch längere Zeit fehlen. Schnelle Comebacks sind bei beiden derzeit nicht in Sicht.

Vertessen freut sich auf persönliches Heimspiel

Einer, der dem Auftritt in Brüssel besonders entgegenfiebert, ist Yorbe Vertessen. Für den Salzburger Angreifer ist das Duell mit Anderlecht schließlich beinahe ein Heimspiel. Der Belgier darf sich auf zahlreiche bekannte Gesichter freuen. Familie und Freunde werden auf den Rängen erwartet. "Ich persönlich bin schon sehr gespannt auf das Spiel in Brüssel, weil es sehr nah an meinem Zuhause ist. Auch dieses Mal werden viele Menschen aus meiner Familie und viele Freunde dabei sein. Das gibt mir zusätzliche Motivation", verriet der 25-Jährige.

Auch sportlich gibt sich Vertessen selbstbewusst. Er erwartet zwei starke Mannschaften auf Augenhöhe und ist überzeugt, dass Salzburg bei einer Leistung am Limit als Sieger vom Platz gehen kann. Gleichzeitig weiß er um die Qualitäten des belgischen Gegners. Anderlecht sei im Vorfeld intensiv analysiert worden.

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