Krach um Zahlen

"Rechenschwäche?": Schellhorn kontert WKO-Chefin

Ein Mann im Anzug spricht während einer Parlamentssitzung an einem Rednerpult.
© APA/HELMUT FOHRINGER
Deregulierungsstaats-Staatssekretär Josef Schellhorn (NEOS) kontert "flapsige Bemerkungen" der WKO-Chefin via oe24.
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Am Mittwochabend lud WKO-Präsidentin Martha Schultz zu einem Medienempfang. Scharfe Kritik übte sie dabei am "kulinarisch versierten" Deregulierungs-Staatssekretär Josef Schellhorn (NEOS).

Denn von den 112 angekündigten Entlastungsschritten seien bisher lediglich 10 umgesetzt worden, so Schultz laut "Standard". "Das ist maximal ein Gruß aus der Küche, es wäre langsam Zeit für die Vorspeise, damit uns die Betriebe nicht verhungern", so Schultz, die selbst Hotellerie- und Gastronomieunternehmerin ist, in Richtung des ehemaligen Wirten.

Frau am Rednerpult vor EU- und Österreich-Flagge bei einer WKO-Sitzung in Wien.
WKO-Präsidentin Martha Schultz. © APA/TOBIAS STEINMAURER

Schellhorn will das gegenüber oe24 so nicht stehen lassen. Denn die Zahlen sind falsch. "Rechenschwäche ausgerechnet bei der Wirtschaftskammer?", fragt der Staatssekretär. "Von 113 Maßnahmen sind gerade einmal 4 noch nicht angegangen - 47 bereits umgesetzt und weitere 62 in finaler Umsetzung". Schellhorn appelliert an Schultz: "Frau Präsidentin Schultz darf gerne bei ÖVP und SPÖ anrufen, deren Ministerien für die Umsetzung zuständig sind - ich kümmere mich derweil um die nächsten Reformvorschläge aus über 5.230 Bürger-Einmeldungen."

Außerdem hält Schellhorn fest: "Flapsige Bemerkungen über meinen ehemaligen Berufsstand verbitte ich mir".

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