Öl-Krimi im Golf

Pulverfass Hormuz: Rakete trifft Öl-Tanker

Tanker in der Straße von Hormuz (Archivbild)
© Getty Images; apa
In der strategisch wichtigen Straße von Hormuz ist am Samstag ein Schiff der staatlichen Ölgesellschaft von Abu Dhabi (ADNOC) mit einer Rakete angegriffen worden.
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Verletzt wurde dabei jedoch niemand, wie das Unternehmen über die staatliche Nachrichtenagentur WAM mitteilte. Zu dem angegriffenen Schiff, seiner Ladung, dem Ausmaß des Schadens oder zur Verantwortung für den Angriff wurden zunächst keine Angaben gemacht. Die Lage sei aber unter Kontrolle, hieß es.

Der Angriff erfolgte, während der Iran die Wiedereröffnung der Seestraße von der Erfüllung eigener Bedingungen abhängig macht. Die Revolutionsgarden erklärten, eine Freigabe der Meerenge hänge von der Zustimmung der USA zu iranischen Forderungen ab. "Die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz unterliegt den spezifischen Mechanismen und Bedingungen der Islamischen Republik Iran", zitierte die Nachrichtenagentur Tasnim den Sprecher der Garden, Hossein Mohebbi. "Sie steht nicht im Zusammenhang mit den Verhandlungen zwischen dem Iran und Oman."

Iran: Stehen kurz vor Einigung mit Oman über Hormuz-Route

Der Iran und der Oman stehen nach den Worten des iranischen Außenministers Abbas Araqchi vor einer Einigung über eine neue Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormuz. Derzeit werde über eine alternative Route verhandelt, sagte Araqchi am Samstag. Einer Einigung sei man "sehr nahe". Technische und rechtliche Fragen müssten noch für eine dauerhafte Lösung geklärt werden. Als Bedingung nannte der Minister eine Entschädigung für die aus Sicht Teherans erfolgten US-Verstöße gegen die Absichtserklärung von Islamabad, mit der der Nahost-Konflikt entschärft werden sollte.

Unterdessen beschuldigen die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) den Iran, am Samstag ein mit dem staatlichen Ölkonzern ADNOC verbundenes Schiff in der strategisch wichtigen Straße von Hormus angegriffen zu haben. Die VAE verurteilten den Vorfall als "Akt der Piraterie". Verletzte wurden einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur WAM zufolge nicht gemeldet. Angaben zum betroffenen Tanker, seiner Ladung oder zu möglichen Schäden wurden zunächst nicht gemacht.

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