Risiko-Analyse

Notarzt-Aus in NÖ: Ärzte warnen vor Toten

NÖ-Ärzte warnen.
© APA/JAKOB GRUBER
Ab April werden elf von 32 Notarztstützpunkten in Niederösterreich geschlossen und durch ein Netz an RTW-C-Standorten mit Notfallsanitätern ersetzt.
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Dagegen wehren sich Notärzte, besonders in Waidhofen an der Ybbs, mit einer detaillierten Risikoanalyse.

Sie warnen, dass Sanitäter eine ärztliche Vor-Ort-Versorgung bei komplexen Notfällen nicht ersetzen können, da sie etwa keine starken Schmerzmittel geben oder intubieren dürfen.

Risikoanalyse mit negativem Ergebnis

Auch das geplante Telenotarztsystem habe diagnostische Grenzen und berge technische Risiken. Zudem werden bis zu 30 Minuten längere Anfahrtswege befürchtet. Der Mitautor der Analyse, Notarzt Alfred Lichtenschopf, fordert den Erhalt des Standorts Waidhofen und warnt: "Unsere Risikoanalyse zeigt, dass die Schließung von Notarztstützpunkten zu einer deutlichen Verschlechterung der Notfallversorgung führen wird, die Opfer fordert bis hin zu vermehrten Todesfällen."

Rotes Kreuz beruhigt

Das Rote Kreuz widerspricht diesen Befürchtungen gegenüber ORF NÖ deutlich. "Gerade bei kritischen Einsätzen und für Patienten, die einen Notarzt brauchen, wird auch künftig ein Notarzt alarmiert und kommen", stellt die Organisation klar. Der geplante Ausbau auf 86 RTW-C-Standorte bis zum Jahr 2030 sorge insgesamt für eine raschere und flächendeckende Hilfe: "Wir bringen mit dem RTW-C noch viel schneller kompetente Notfallsanitäter zum Patienten, die bis zum Eintreffen des Notarztes die ersten, aber wirklich dringenden Maßnahmen setzen können." Der Telenotarzt diene dabei als sinnvolle Überbrückung oder für weniger kritische Fälle.

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